Bei den Bezirksmeisterschaften in Neumarkt standen die Athleten aus der Zeidlergemeinde 17-mal auf dem Treppchen

Vorzeitige Bescherung für die Feuchter Bogenschützen

Max Fischer (vorne) war einer von insgesamt 33 Feuchter Bogenschützen, die in Neumarkt am Start waren. | Foto: kk2015/12/bsfbezirksmeisterschaft.jpg

NEUMARKT – Am 3. Adventswochenende bescherte sich der ein oder andere Feuchter Bogenschütze bereits ein vorweihnachtliches Geschenk. Die Feuchter Bogenschützen hatten sich mit 33 Schützen zur Bezirksmeisterschaft in Mittelfranken qualifiziert und waren damit der teilnehmerstärkste Verein. Auch qualitativ konnte sich das Ergebnis sehen lassen. In 20 angetretenen Klassen standen 17-mal Feuchter Bogenschützen auf dem Siegerpodest.

Feuchts jüngster Teilnehmer Erik Alexander Büttner konnte in der Schülerklasse C (9–10 Jahre) mit 426 Ringen sich den Vizemeistertitel hinter Erik Endres (Katzwang) holen. Vielleicht auch für sie selber überraschend wurde Lena Huß in der Schülerklasse B (11–12 Jahre) weiblich mit 519 Ringen Bezirksmeisterin vor Laura Gessner (Moosbach, 464 Ringe) und Diana Kohler (Neumarkt, 375). Lena zeichnete sich in den vergangenen Wochen durch Trainingsfleiß aus und wurde dafür belohnt. Auch ihre Schwester Marie Huß schaffte in der Schülerklasse A (13–14 Jahre) den Sprung auf das Podest. Mit 464 Ringen erreichte sie Platz drei hinter Chiara Schultheis (Erlangen, 512) und Pia Volkert (Seligenporten, 505). Zusammen mit Kevin Büssert und Carl-Luca Späth holten sie sich mit 1329 Ringen den dritten Platz in der Mannschaftswertung. Sie waren ringgleich mit dem vierten Platz (Moosbach) hatten aber mehr 10er geschossen.

Erster Titel bei den „Großen“

Gewohnt stark waren die BSF-Schützen in der weiblichen Jugendklasse (15–17 Jahre). Während die Schüler noch eine Auflagengröße von 80 cm haben, ist sie jetzt nur noch 40 cm im Durchmesser. Alle Klassen schießen auf 18 Meter in der Halle. Charline Schwarz konnte als Klassenneuling jetzt auch bei den „Großen“ mitmischen und holte sich in ihrer ersten Jugendsaison mit 541 Ringen knapp den Bezirksmeistertitel vor ihrer Feuchter Mannschaftskameradin Linda Dorlach mit 539 Ringen. Den dritten Platz sicherte sich Julia Rösner (Zirndorf, 536). Zusammen mit Philipp Alexander Wehr konnten sich die Feuchter Mädels auch noch den zweiten Platz in der Mannschaftswertung holen. Leider nicht ganz so stark wie gewohnt verkauften sich die Schützen in der Jugendklasse männlich. Bester Feuchter war hier Christian Rister mit Platz fünf und 497 Ringen. Nach ihrer guten Gaumeisterschaft setzte Cora-Louisa Späth in der Juniorenklasse weiblich (18–21 Jahre) noch eins drauf und wurde mit 500 Ringen Bezirksmeisterin vor Anna Steinberger (Veitsbronn, 453) und Isabell Schmidt (Rupertsbuch, 435). Ab der Juniorenklasse schießen die Schützen auf sogenannte 3er-Spots. Das Trefferbild geht nur noch bis zur Sechs, d.h. alles unter sechs Ringen zählt Null. Gar nicht so einfach, darf auf jedem Spot auch nur ein Pfeil stecken. In der Juniorenklasse männlich konnte sich Felix Lahres mit seinem persönlichen Bestergebnis von 476 Ringen auf Platz neun einreihen. Zusammen mit Nico Pitz, der kurzfristig in der Mannschaft einspringen musste, erreichten sie in der Mannschaft den zweiten Platz hinter den starken Schützen aus Neumarkt.

Hohe Ergebnisse und extrem knappe Platzierungen boten die Schützen in der Compoundklasse. Daniel Hartmann wurde Vizemeister bei den Herren mit 575 Ringen hinter Andre Schwarzländer (Wassertrüdingen, 580). In der Altersklasse Compound wurde Horst Spieß mit 579 Ringen Bezirksmeister für Feucht. Gleichzeitig verbesserte er den Vereinsrekord in dieser Klasse um drei Ringe. Von 60 möglichen Pfeilen traf er 39-mal die Zehn, die eine Größe von einem Eurostück hat und 21-mal die Neun. Durch eine Klassenneuschreibung musste auch Fritz Ortner wieder in dieser Klasse starten und holte sich den dritten Platz mit 561 Ringen. Vizemeister wurde Gerhard Gösch aus Wassertrüdingen mit 567 Ringen. Zusammen mit Daniel Hartmann aus der Schützenklasse konnten sie sich auch den Titel in der Mannschaftswertung mit neuem Vereinsrekord von 1715 Ringen vor Wassertrüdingen (1711) und Schopfloch (1605) holen.

Warten auf Limitzahlen

Schwierig machen es sich die Blankbogenschützen. Während die Bögen bei den Compounder immer futuristischer werden, entfernen die Schützen in dieser Klasse alles vom Bogen und schießen rein instinktiv. Hier konnte sich Feuchts ältester Starter Herbert Schuster (71 Jahre) mit 403 Ringen auf Platz 13 einordnen.

Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen der Recurveschützen. In dieser Saison wurde die Klasseneinteilung bei den Schützen an die internationalen Klassen angepasst. So musste der ein oder andere Schütze wieder in einer höheren Klasse starten, aber es gab auch neugeschaffene Klassen. So konnte Roswitha Knapp erstmalig in der Seniorenklasse weiblich (60+) starten und holte sich mit 405 Ringen den Bezirksmeistertitel.

Manuela Schwarz kehrte wieder in die Damenklasse zurück und konnte sich nach einem mäßigen ersten Durchgang steigern. So reichte es am Ende zum Vizemeistertitel in dieser Klasse. Zusammen mit Claudia Späth und Natalie Mühlhause konnten sich die Feuchterinnen in der Mannschaftswertung auf Platz zwei mit 1541 Ringen, hinter Neumarkt und vor Boxdorf, platzieren. In der Herrenklasse sprang Daniel Hartmann für einen erkrankten Schützen spontan auch in der Recurveklasse ein. Er konnte sich in dieser teilnehmerstärksten Klasse mit 550 Ringen auf Platz sechs einordnen. Zusammen mit Boris Werner und Andreas Körner reichte es in der Mannschaftswertung zu Platz drei mit 1596 Ringen. Damit waren sie ringgleich mit den Boxdorfern von Platz zwei, nur diesmal hatte die BSF-Mannschaft weniger Zehner.

Nun kommt es auf die Limitzahlen an. Diese werden erfahrungsgemäß zwischen den Weihnachtsfeiertagen herausgegeben, erst dann ist es sicher, ob die Ergebnisse zur Qualifizierung für die Bayerische Meisterschaft im Februar reichen.

BB

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