Sieg bei „Rallye Wiesbaden“

Vera und Roland Wittmann gewinnen Gleichmäßigkeitsrennen

Das Bild entstand am Ziel vor dem Kurhaus in Wiesbaden: Der Präsident des Wiesbadener Automobilclubs im AvD, Norbert Seezer, steht zwischen Roland und Vera Wittmann und wartet auf die Sektdusche. | Foto: privat2018/06/Wiesbaden2.jpg

ESCHENFELDEN/WIESBADEN – Zwei Länder, drei Tage und 1100 Kilometer mit Sollzeitprüfungen auf den legendären Strecken der Rallye Wiesbaden in Deutschland und Tschechien – so lautete die Herausforderung für Vera und Roland Wittmann. Sie waren eines von 43 Teams, die sich am Speedtreibhaus in Eschenfelden zu diesem 41. Gleichmäßigkeitsrennen für klassische Automobile an den Start stellten.

Die erste Etappe führte von Eschenfelden nach Pilsen. War es in der Oberpfalz noch „gemütlich“ losgegangen, so wandelte sich das Bild nach der Grenze. Die Straßen wurden schlechter und schmäler und die geforderten Sollzeiten kürzer; das heißt, das notwendige Tempo wurde höher.

Der Grund dafür: Die Streckenabschnitte in der tschechischen Republik waren nicht vom Wiesbadener Automobilclub, sondern vom befreundeten tschechischen Auto Motoklub Klatovy geplant worden. Roland und Vera Wittmann vom AC Hersbruck übernahmen bereits an diesem ersten Tag die Führung im Gesamtklassement.

Der Start tags darauf in Pilsen, mitten im Berufsverkehr, war wegen der geforderten Sollzeiten stressig. Schauerwetter, Schotterpisten, Schlaglöcher und der Zeitdruck machten die Fahrt zu einer echten Herausforderung. Die Veranstaltung nahm zeitweise den Charakter einer Bestzeit-Rallye an.

Das änderte sich nach der Grenze: In Bayern war nicht nur das Wetter besser. Und so rollte die Karawane zwar gestresst, doch zufrieden zum Etappenziel nach Regensburg. Die Wittmanns konnten auf diesem Weg ihre Führung im Gesamtklassement weiter ausbauen.

Am letzten Tag schien die Sonne. Auf dem Weg von der Oberpfalz über Franken bis nach Wiesbaden waren weitere Sollzeitprüfungen angesagt. Am Ende kamen Roland und Vera Wittmann mit ihrem Mercedes 190 E 2,3-16 V (Baujahr 1985) als Sieger in Wiesbaden ins Ziel. Sie lagen mit 2,45 Strafsekunden deutlich vor den Zweitplatzierten Pöhlmann/Schwalli mit 4,31 Strafsekunden.

Das zweite Team vom AC Hersbruck, Andy Götz mit Beifahrer Rudolf Linn, war mit einem Porsche 911 Carrera in der Klasse H (Baujahr 1987 – 1992) angetreten und feierte einen Klassensieg. Im Gesamtklassement belegten sie mit 21,97 Strafsekunden den 22. Platz von insgesamt 40 Teilnehmern, die ins Ziel kamen.

N-Land Oswald Kipfer
Oswald Kipfer