Bikepark Osternohe lockte mit „bag Jump“

Rad-Spaß mit Riesen-Airbag

Hier ist für Mountainbiker ausnahmsweise eine weiche Landung garantiert: Nach dem Sprung über die Rampe wartete beim „Bag Jump“ auf die Fahrer am Osternoher Lifthang ein Riesen-Luftkissen. Fotos: U. Schuster2015/05/Bikepark_Bagjump_2.jpg

OSTERNOHE — Im Osternoher Bikepark lockte über Pfingsten eine neue Attraktion. Beim „Bag Jump“ konnten die Radfahrer dabei samt Gefährt über eine Rampe in ein Riesen-Luftkissen springen.

Im April hatten Verantwortliche des Osternoher Bikeparks, darunter Geschäftsführer Werner Raum, bei einer Messe in Innsbruck am Stand der Firma „Bag Jump“ ein Luftkissen entdeckt, das es erlaubt, aus größerer Höhe hineinzuspringen. Bald war die Idee geboren, einen Versuch mit so einem Luftpolster am Bikepark zu starten um zu sehen, ob diese Art der Sprünge, samt Rad und mit freiem Fall in das Luftkissen, in Osternohe von den Bikern angenommen wird.

Am Pfingstwochenende hatten die Gäste dazu nun reichlich Gelegenheit. Stefan Cerwenka brachte aus Innsbruck dieses Luftkissen mit einer Grundfläche von 10 x 7 Meter mit nach Osternohe. Den allerersten Sprung am Samstag wagte Florian Meiler aus Nürnberg. „Der erste Sprung kostet schon Überwindung, aber es machte Spaß und beim zweiten Anlauf war ich im schon bedeutend schneller“, sagt der junge Radsportler.

Nach anfänglichem Zögern und einer entsprechenden Skepsis folgte aber am Nachmittag Sprung auf Sprung. Logisch, dass am Sonntag dann auch gleich mal der Überschlag von einigen Fahrern probiert wurde. Der Nervenkitzel pur blieb erhalten und die Adrenalinausschüttung unmittelbar vor der Rampe ebenso. Der Spaßfaktor erreichte auch heimische Fahrer aus Osternohe. Als eine Herausforderung für jedermann bezeichnete es Kalle Winter, der jedoch (noch) keinen Überschlag wagte, sondern lieber auf zwei Rädern landete, genauso wie der 13-jährige Moritz Peiser. Der junge Biker sah erst lange Zeit den anderen Fahrern zu, bevor er es selbst wagte. Aufgeregt war er schon, als er dann über die Rampe in Richtung Himmel fuhr.

Viel verrät der Mann von „Bag Jump“ nicht über den Aufbau des Lufkissens. Stefan Cerwenka war bis 2005 als Profi im Mountainbikesport aktiv, auch hat er Erfahrungen auf der Piste. Hier war er als Snowboard-Freestyle-Trainer des Österreichischen Skiverbandes im Einsatz. Er verrät, dass durch ein spezielles Luftkammernsystem eine sanfte Landung auf den Rädern ermöglicht wird und man dann einfach vom Kissen runterfahren kann. Das diese Technik nicht für ein Butterbrot zu haben ist, deutet der für den Verkauf zuständige Cerwenka auch an. Da solche Luftkissen jedoch eine große Außenwirkung durch Werbeaufdrucke erreichen, setzen andere Betreiber auf Sponsoring, um die Anschaffung tätigen zu können, berichtet der Österreicher.

Wer vor Ort war, konnte sich überzeugen, dass diese Art von Sprüngen den Besuchern viel Freude bereitete. Der Nürnberger Thomas Lehmann fährt erst seit einem Jahr mit einem normalen Freeride-Bike die Berge hin­ab. Als er vier Mal nur gerade auf dem Bag gelandet war, schien ihm dies zu langweilig und bereits beim fünften Anlauf versuchte er einen Flip (Salto), der auch prompt gelang.

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N-Land Udo Schuster
Udo Schuster