New York war eine Reise wert

Ein Anblick, der Läuferherzen höher schlagen lässt: Das Läuferfeld kurz nach dem Start auf der Verrazano Bridge.2010/11/11230_New_1289842612.jpg

NEW YORK/RÖTHENBACH — Der Röthenbacher Andreas Janker glänzte beim New York City Marathon. Unter knapp 46000 Startern belegte der Ausdauerspezialist vom DAV Röthenbach am Ende Platz 137 und war damit viertschnellster Deutscher.

Er ist der größte und wohl berühmteste Marathon der Welt, der New York City Marathon. Es ist der große Traum vieler Läufer rund um den Erdball, einmal im Leben bei diesem spektakulären Lauf dabei zu sein, der durch alle fünf Stadtteile der Millionenmetropole führt. Nach dem Start auf der Verrazano Bridge in Staten Island geht es über Brooklyn, Queens, Manhattan und die Bronx zurück nach Manhattan zum Zieleinlauf im Central Park.

Über 124000 Läufer aus aller Welt hatten sich für die 41. Auflage dieses Marathons angemeldet, von denen nur 45660 Läufer, darunter etwa 2500 Deutsche, eine Startberechtigung erhielten. Aufgrund seiner Vorleistungen konnte sich Andreas Janker aus Röthenbach über einen garantierten Startplatz vom Veranstalter freuen und hatte damit die Möglichkeit, seine bisher erfolgreichste Laufsaison gebührend abzuschließen, in der er unter anderem Bronze bei den bayerischen Meisterschaften sowie den Laufcup der bayerischen Straßenläufer gewann und sich mit seiner Bestleistung beim Berlin Marathon unter die besten 100 deutschen Marathonläufer im Jahr 2010 schob.

In New York allerdings wollte Janker nicht schnell laufen, sondern den Marathon „genießen“, bei dem ohnehin keine schnellen Zeiten möglich sind, da er mit seinen 450 Höhenmetern, seinen vielen Brücken, dem unterschiedlichen Asphalt und dem meist windigen Wetter zu den anspruchsvolleren seiner Art gehört. Eine Zeit unter drei Stunden war das Ziel.

Bei strahlendem Sonnenschein und für Läufer angenehm kühlen Temperaturen begann der 27-Jährige dennoch an der Seite eines weiteren deutschen Läufers relativ flott und erreichte die Halbmarathonmarke nach 1:19:15 Stunden. Auf der wesentlich schwierigeren zweiten Streckenhälfte konnte der Röthenbacher das Tempo nahezu halten, was vor allem an den zwei Millionen Zuschauern entlang der Strecke lag, die dicht gedrängt auf den gesamten 42,195 km fast durchgängig für Gänsehautstimmung sorgten.

Zurufe wie „Come on Germany“ oder „Auf geiits Doischlaand“ schallten dem hier völlig allein laufenden Janker entgegen. So erreichte er schließlich das Ziel im Central Park nach für ihn überraschend starken 2:40:13 Std., was Gesamtplatz 137 in diesem riesigen Teilnehmerfeld bedeutete. Neben dem 114. Platz bei den Männern erreichter er Platz 31 in seiner Altersklasse (Männer 25-29 Jahre) und hatte unter allen deutschen Teilnehmern die viertschnellste Zeit.

Den Marathon gewann Gebre Gebrmariam aus Äthiopien in 2:08:14 Std. Insgesamt erreichten 44829 Läufer das Ziel, soviel wie niemals zuvor in der 41-jährigen Geschichte dieses Wettlaufs .

N-Land Pegnitz-Zeitung
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