Challenge Roth

Neue Bestzeit für Johannes Egelseer

Auf dem Rad machte Johannes Egelseer kräftig Boden gut. | Foto: larasch.de/Björn Stach2019/07/Foto.jpg

ROTH – Das Ziel war für Johannes Egelseer seit knapp neun Monaten klar formuliert: „Bei der Challenge Roth die 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42 Kilometer Laufen in unter neun Stunden absolvieren!“

Am Sonntag war es endlich so weit, die Vorgabe in die Tat umzusetzen – und das tat der Henfenfelder am Ende erfolgreich in 8:57:22 Stunden, also mit einem „Zeitpolster“ von 158 Sekunden. Nachdem er vor zwei Jahren in Roth seine bisherige Bestzeit von 9:12 Stunden aufgestellt hatte, schien eine geringe Verbesserung nicht ambitioniert genug, nun sollte schon die Acht vor dem Doppelpunkt stehen. „9:05 klingt doch etwas nach ‚knapp verfehlt‘, auch wenn es letztlich nur Zahlen am Ende eines langen Tages sind, an dem so viel passiert“, sagt Egelseer.

Der Wetterbericht verhieß  Gutes, so Egelseer: „Ich weiß, dass ich bei kalten Temperaturen deutlich leistungsfähiger bin als bei Hitze. Die 22 Grad am Renntag waren eine Steilvorlage für mich, eine Woche vorher bei 38 Grad wäre ich sicher eine halbe Stunde langsamer gewesen.“

So schien der Tag X zunächst auch wie geplant zu laufen: Die 3800 Meter im Main-Donau-Kanal absolvierte Egelseer in 55 Minuten, auch wenn der Start seiner Gruppe mit 200 anderen Athleten doch „zeitweise einer Prügelei glich“. Auf der Radstrecke nahm zwar der Wind mit jeder Rennstunde zu, die offensive Strategie machte sich aber in einer Zeit von 4:44 Stunden – und einer Durchschnittgeschwindigkeit von fast 38 km/h – positiv bemerkbar.

„Richtig brutal“

Für den abschließenden Marathon schien dies die perfekte Voraussetzung. Die ersten 28 Kilometer lief Egelseer mit guten Beinen in zwei Stunden. Doch im letzten Drittel der Strecke von Roth hinauf nach Büchenbach warteten noch einige Höhenmeter, die der Henfenfelder als „richtig brutal“ beschrieb und die ihn an die absolute Schmerzgrenze brachten. Die Gewissheit, es zu schaffen, hatte er dann 300 Meter vor der Ziellinie.

Gänsehaut und Emotionen pur hieß es auch für das Paracycling-Tandem Tim Kleinwächter (Bad Windsheim) und Peter Renner aus Engelthal vom Herrmann Radteam. Mit Tobias Heining als Schwimmer und Markus-Kristian Siegler als Läufer wollten sie zeigen, dass auch eine Inklusionsstaffel bei der „Challenge“ ganz vorne landen kann. Und das taten sie mit Platz drei unter rund 650 Staffeln.

Hersbrucker Trio auf Drei

Ebenfalls Dritter wurde das Trio vom Sipos Aktorik Tri Team in der „Relay Trophy“. Schwimmer Julian Hegel (1:01:55) und Läufer Bastian Pecher (3:03:04) vom in Hersbruck beheimateten Tri-Team Frankenalb sowie Radler Thomas Heid (4:55:14) vom MTP Hersbruck benötigten 9:03:02 Stunden für die ultimative Ausdauerprüfung – und damit rund 34 Minuten mehr als die Sieger vom Team FitterTec.

Ralph Stiegler (Tri-Team) glänzte mit einer Marathonzeit von 2:55:59, musste sich bei den gemischten Staffeln mit seinen Mitstreitern vom Team Klinikum Nürnberg 8 – Andreas Angermeyer (Schwimmen, 1:16:00) und Carina Petrasek (Rad, 6:23:54) – aber mit Rang 111 begnügen.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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