„Getting Tough – The Race“

Hart, härter, Andreas Maier

Bis an seine körperlichen Grenzen ging Triathlet Andreas Maier beim Hindernisrennen „Getting Tough - The Race“ – der Spaß kam dabei dennoch nicht zu kurz. | Foto: privat2019/12/189677655-polarr.jpg

RUDOLSTADT – Es ist das härteste Hindernisrennen Europas: Bei „Getting Tough – The Race“ im thüringischen Rudolstadt stellten sich wieder über 3000 Teilnehmer der ultimativen Herausforderung, die 24 Kilometer lange Laufstrecke mit 1000 Höhenmetern und 150 Hindernissen zu bewältigen. Mittendrin: Andreas Maier vom Tri Team Frankenalb.

„The Race“ unterscheidet sich dabei maßgeblich von anderen Veranstaltungen dieser Art, weil der Spaßfaktor durch die Temperaturen schnell in den Hintergrund rückt. Die Luft war mit sieben Grad dieses Mal verhältnismäßig mild, die Wassertemperaturen aber sanken in der kalten Woche auf fünf Grad.

Topathleten am Start

Bereits nach 300 Metern ließen der Reichenschwander Maier und die anderen Teilnehmer zwei Wassergräben und mehrere Eskaladierwände hinter sich. Auf der Laufstrecke waren die professionellen Hindernisläufer schnell zu erkennen, darunter Charles Franzke (bekannt aus der Pro 7-Sendung „Renn zur Million“). Knapp dahinter kam dann schon Triathlet Andreas Maier. Auf der Laufstrecke, die sich hauptsächlich in unwegsamem Gelände befand und gelegentlich mit Hindernissen gespickt war, verlor er nur acht Minuten auf die Spitze.

Nach 21 Kilometern kamen die Läufer zurück auf das riesige Veranstaltungsgelände, wo ein Wassergraben mit mehreren hundert Metern im brusttiefen Wasser durchquert und eine ausgediente Sturmbahn der ehemaligen Nationalen Volksarmee der DDR (NVA) überwunden werden musste. Dann folgten weitere Hindernisse und das Schwimmbad, in dem auch mehrmals getaucht werden musste. Hier lag Maier noch auf einem sensationellen zehnten Gesamtplatz und damit auf einem Qualifikationsplatz für die offizielle Europameisterschaft.

Völlig durchnässt machte er sich auf den Weg zum „walk of fame“. Auf dem allerletzten Kilometer wartete der Großteil der Hindernisse, die auch mittels riesiger Pumpen von oben bewässert wurden. Hier mussten nicht nur Fertigbetonteile unter- und Traktorreifen überquert werden, auch fünf Meter hohe Holzpyramiden oder Panzer versperrten den Läufern den Weg.

Frühe Krämpfe

Auf diesem scheinbar kurzen Streckenabschnitt machten sich die vorhergehenden Strapazen bei Andreas Maier bemerkbar, der relativ früh durch Krämpfe ausgebremst wurde und so zusehen musste, wie erfahrene Hindernisläufer an ihm vorbeizogen.

Die Ziellinie überquerte er letztendlich auf dem 32. Platz. Die ersten 100 Platzierungen zählen bei diesem Rennen zur Elite und werden mit einer besonderen Medaille geehrt. Über 1000 Starter mussten das Rennen entkräftet, unterkühlt oder verletzt vorzeitig beenden.

„Dieses Format ist nichts für schwache Nerven. Alle, die finishen, haben meinen absoluten Respekt. Ob vorne oder hinten im Feld, alle verschieben dabei ein Stück der persönlichen Grenze“, fasste Andreas Maier seine Eindrücke bei dem kräftezehrenden Erlebnis zusammen.

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