Triathleten bei Challenge Regensburg

Gute Zeiten auf EM-Strecke

Anke Martin teilte sich ihre Kräfte auf dem schweren Radsplit gut ein und beendete das Rennen als Vierte der AK40. | Foto: F. Martin2016/08/7353655.jpeg

REGENSBURG (ml) – Prima Premiere: Im kommenden Jahr sucht die Europäische Triathlonunion (ETU) bei der „Challenge Regensburg“ die Europameister im Langdistanz-Triathlon. Dass die Veranstaltung in der Domstadt dazu beste Voraussetzungen bietet, bewies die Premiere am vergangenen Wochenende. Mit dabei bei der hochklassigen Generalprobe: Anke Martin vom DAV Hersbruck und der Laufer Michael Lorenz von den Franken Speed Fighters.

Athleten aus 32 Nationen durften sich über einen perfekt organisierten Triathlon freuen. Bereits am Freitag saßen viele Sportler und ihre Helfer bei der Nudelparty zusammen, bevor am Samstag die obligatorische Wettkampfbesprechung und der Check-in der Räder folgten.

Bei optimalen Wetterbedingungen wurde die „Challenge“ dann am Sonntag um 6.30 Uhr am Guggenberger See mit dem 3,86 Kilometer langen Schwimmen eröffnet. Bei 22,5 Grad Wassertemperatur waren Neoprenanzüge erlaubt. Der Schwimmkurs verlangte den Teilnehmern eine gute Navigationsfähigkeit ab, außerdem war nach 1,9 Kilometern ein 150 Meter langer Landgang zu bewältigen, bevor es in die zweite Runde ging.

Anke Martin trotzte einer Erkältung und war wie auch Michael Lorenz mit ihrem Schwimmsplit von 1:19 beziehungsweise 1:06 Stunden zufrieden.  Anschließend galt es einen 182 Kilometer langen Radkurs mit Anstiegen im Bayerischen Wald auf zwei Runden mit insgesamt 1600 Höhenmetern zu bewältigen. Hier wollten taktische Fähigkeiten, insbesondere Geduld unter Beweis gestellt werden. Bei hochsommerlichen Temperaturen würde sich ein „Hochmetern“ oder „permanentes Drücken“ beim Marathon in der Altstadt von Regensburg über vier Runden rächen.
Anke Martin, von ihrem Mann Frank unterstützt, beschloss den Radsplit in einem sehr respektablen 29er Schnitt. Michael Lorenz verfuhr sich einmal, bemerkte den Fehler jedoch rechtzeitig und kam nach 5:34 Stunden in die Wechselzone 2 am Dultplatz.

In der dritten Disziplin wurde den Läufern auf einem abwechslungsreichen Rundkurs einiges abverlangt, allerdings sorgte die Anfeuerung der Oberpfälzer, der Touristen und der mitgereisten Fans für Gänsehaut. Bei 28 Grad im Schatten zog sich der Marathon, einige Athleten gaben auf, andere „wanderten“ ins Ziel. Anke Martin gab nicht auf und sollte nach 12:13 Stunden Vierte der AK 40 werden. Michael Lorenz lief die ersten 21 Kilometer mit 1:45 Stunden, wurde dann aber kontinuierlich langsamer und war am Ende mit 10:53 Stunden 91. bei den Männern.

Hervorzuheben bleibt die tolle Organisation, insbesondere der Zieleinlauf am Dom St. Peter. Hier war der rote Teppich für alle Athleten ausgerollt und die Organisatoren hatten ein kleines Stadion samt riesigem Bildschirm installiert, so dass die zahlreichen Zuschauer jederzeit per Livestream über das Renngeschehen informiert waren.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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