Fragebogen an die Bundestagsdirektkandidaten

Wolfgang Hauber (Freie Wähler)

Wolfgang Hauber, Freie Wähler. | Foto: privat2017/09/Wolfgang-Hauber.jpg

NÜRNBERGER LAND – Am 24. September ist Bundestagswahl. N-land hat alle Direktkandidaten dasselbe gefragt. Ihre Antworten stellen wir in einer kleinen Serie vor. Heute: Wolfgang Hauber, Freie Wähler.

Geboren: 30. 8. 1959, Weißenburg.

Wohnort: Weißenburg.

Beruf: Polizeibeamter, stellv. Dienststellenleiter, Polizeihauptkommissar, Dipl.-Verwaltungswirt (FH).
Politische Stationen: seit 2002 Stadtrat in Weißenburg; 2008-2014 Bürgermeister von Weißenburg; seit 2008 Kreisrat im Kreis Weißenburg, stellv. FW-Fraktionsvorsitzender; 1996-2012 Vorsitzender der FW Weißenburg; seit 2012 FW-Kreisvorsitzender.

Wie soll die BRD Zuwanderung steuern, Integration ermöglichen?

Durch die Bekämpfung von Fluchtursachen in den Heimatländern, Sicherung der EU-Außengrenzen / gegebenenfalls der deutschen Grenze, Umsetzung geltenden Rechts, ein flexibles Aufnahmekontingent, Asylanträge aus dem Ausland, Asyl-Visa in begründeten Fällen, ausreichendes Personal auch für die Integration (BAMF, Kindergärten, Schulen, Asylsozialberatung …).

Herrscht in Deutschland soziale Gerechtigkeit? Was stellt die Balance her?
Die Schere von Arm und Reich öffnet sich immer weiter. Extrem hohe Einkommen sind nicht sozialverträglich und sollten stärker besteuert werden. Eine Lebensarbeitsleistung von 40 Jahren sollte eine auskömmliche Rente garantieren. Rentenversicherungsfremde Leistungen sind über Steuern zu finanzieren.

Ab 2030 nur noch E-Autos in Deutschland? Wie geht das?
Das Jahr 2030 kann als Ziel definiert werden, ist aber nicht zwingend. E-Autos sollten in den Ballungsräumen stärker gefördert werden. Auf dem Land kann ein Diesel durchaus sinnvoll sein. E-Autos sollten nur mit Strom aus regenerativen Quellen geladen werden. Der ÖPNV muss ausgebaut werden.

Wichtigste Ziele für das Nürnberger Land:
Es liegt im „Speckgürtel“ Nürnbergs. Die Folgen sind: hohe Grundstückspreise, viele Berufspendler, Bevölkerungsdichte. Infrastruktur und Daseinsvorsorge muss den Ansprüchen der Region gerecht werden. Wichtig sind mir: Schaffung von Wohnraum zu erschwinglichen Preisen, leistungsstarker, barrierefreier ÖPNV, wohnortnahe Einrichtungen wie Krankenhäuser, Pflege- und Senioreneinrichtungen, Kinderhorte und Kindergärten, Schulen und ein Hochschulangebot. Die abwechslungsreiche Natur ist ein wichtiges Naherholungsgebiet und muss geschützt werden. Gewerbe sichert die Einnahmen der Kommunen, Flächen sollten aber dennoch maßvoll ausgewiesen werden. Kosten für Flüchtlinge und Integration sollen nicht die kommunalen Haushalte belasten. Polizei und Justiz brauchen genug Personal und zweckmäßige Gesetze.
Hersbruck: Der Erhalt des Krankenhauses durch eine Änderung der verfehlten Gesundheitspolitik. Der Bund muss vorgeben, wie viele Krankenhausbetten er in einer Region haben und finanzieren will. Krankenhäuser sind ein wichtiger Bestandteil der Daseinsvorsorge. Weniger Gewinnstreben im Gesundheitsbereich.
Lauf: Elektrifizierung der Eisenbahn rechts der Pegnitz mit S-Bahn bis Neuhaus und Simmelsdorf. Dadurch kann Individualverkehr reduziert und die Stickoxidbelastung auch in Nürnberg verringert werden. Etablierung der Wenzel-Akademie in der Laufer Kaiserburg.
Altdorf/Feucht: Wiederbelebung der Altdorfina! Zumindest eine Fakultät der neuen Hochschule Nürnberg soll in Altdorf angesiedelt werden. Keine Monsterstromtrasse! Ausbau der regenerativen Energie. Individualverkehr (E-Mobilität) sollte vollständig aus regenerativen Energiequellen bedienbar sein.

Mein Lebensmotto in einem Satz:
Meine Neugier auf das Leben ist mein Antrieb.

N-Land Michael Scholz
Michael Scholz