Neue Pädagoginnen für Vorra und Velden

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Freuen sich über die pädagogische Verstärkung im oberen Pegnitztal (von links): Bürgermeister Herbert Seitz, die Sozialpädagogen Angela Seitz, Thomas Mark, Noemi Eilingsfeld und Rektorin Renate Scharrer. | Foto: Siegfried Fuchs2016/11/vorra-velden.jpg

VELDEN – Seit diesem Monat sind an der Mittelschule Velden und der Grundschule Vorra zwei Diplom-Sozialpädagoginnen (FH) als Jugendsozialarbeiterinnen tätig. Mit Angela Seitz und Noemi Eilingsfeld seien zwei ihrer Wunschkandidatinnen im Einsatz, sagte die Schulleiterin Renate Scharrer bei der Begrüßung in Velden.

Die Rektorin betonte in einem ersten Gespräch, dass die Sozialpädagoginnen eine echte Hilfe, eine Bereicherung und wichtige Unterstützung für Schule, Lehrer, aber auch für Schülereltern seien. Dank sagte sie vor allem dem Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft (VG), Herbert Seitz, denn die Gemeinschaftsversammlung habe in Abstimmung mit ihr den Antrag an den Jugendhilfeausschuss des Landratsamtes und an die Regierung befürwortet. Das sei nicht selbstverständlich, denn die Kosten für diese Stellen würden zu je einem Drittel das Sozialministerium, das Landratsamt und auch die VG tragen.

Angela Seitz und Noemi Eilingsfeld bleiben Angestellte des Landratsamtes, erhielten jedoch Büros in den Schulgebäuden in Velden und Vorra. Das bedeutet unter anderem kurze Wege, da die Jugendhilfe zukünftig direkt an der Schule zur Verfügung steht.

Wie die beiden Sozialpädagoginnen in einem inzwischen verteilten Elternbrief ihre Arbeit darstellen, werden sie künftig Ansprechpartnerinnen für alle Schüler, einschließlich der Mittelschüler des Marktes Neuhaus, sowie deren Eltern und Lehrer sein. Die Jugendsozialarbeit sei ein freiwilliges und kostenloses Angebot.

In erster Linie biete sie im Einzelfall Unterstützung und Beratung, etwa bei Schul- und Lernproblemen, bei Konflikten mit Mitschülern, Schulängsten und bei Mobbing. Hinzu kämen die Planung und Durchführung von Projekten (soziales Kompetenztraining) sowie Vermittlung von weiteren Hilfen, etwa bei der Hausaufgabenbetreuung, der Sprachförderung oder der Erziehungsberatung. Daneben soll es aber auch Gruppengespräche bei Konflikten und Alltagsproblemen geben. Und so weit von den Jugendlichen gewünscht und sie damit einverstanden sind, können es überdies gemeinsame Gespräche mit den Eltern sein, eventuell sogar zu Hause.

Auch VG-Vorsitzender Herbert Seitz begrüßte das neue Angebot. Die Rektorin habe mit ihrem Ansinnen „bei der VG offene Türen eingerannt“. Denn auch die Kommunen würden den Bedarf sehen und sich über das zusätzliche Angebot freuen.

Zuvor hatte Diplom-Sozialpädagoge Thomas Mark vom Landratsamt bei einer gemeinsamen Veranstaltung mit den Lehrern aller drei Schulorte das Thema: „Kooperation Jugendamt und Schule am Beispiel von Jugendsozialarbeit an Schulen“ erörtert. Er informierte dabei unter anderem über die Möglichkeiten und Grenzen von Jugendsozialarbeit an Schulen allgemein. Wichtig sei dabei, dass „jeder den Auftrag des anderen kennt“.

N-Land Siegfried Fuchs
Siegfried Fuchs