Gemeinderat stimmt Plänen zu

Aufwind für den Mühlenkraft-Verein

Im Steinbruch zwischen alten Gebäuden und bereits eingewachsen: die zwischengeparkten Bau(Wohn-)wagen. | Foto: S. Fuchs2021/08/redwebHarnbachm-hle-mobile-H-user-01-scaled.jpg

HARTENSTEIN  – Diplom-Ingenieur Dieter Blase hat dem Hartensteiner Gemeinderat die Projektidee und das aktualisierte Bebauungs- und Nutzungskonzept vom Verein Mühlenkraft für die „Naturerlebniswerkstatt an der Harnbacher Mühle“ vorgestellt.

Die Entwürfe zum Aufstellungsbeschluss aus Februar 2016 wurden erst in der Junisitzung 2020 gebilligt. Grund waren einige damals noch ungelöste Probleme, insbesondere hinsichtlich der Verkehrserschließung, der Abwasserbeseitigung und weiterer zu ergänzender Unterlagen, die das Verfahren verzögert hatten. Dafür scheinen nun Lösungen gefunden zu sein.

Diplom-Ingenieur Blase stellte mit Bildern und Planskizzen die beabsichtigten Objekte vor: Zeltwiesenhaus und -hütten, Kiosk, Werkstatt, Stelzenhäuser, Backhaus, Betriebsgebäude und mit absoluter Priorität das Badehaus, alles barrierefrei erreichbar. Die von wandernden Gesellen errichteten, fahrbaren Bauwagen mit barrierefreien Übernachtungsmöglichkeiten mussten, weil noch kein Baurecht vorhanden war, seither im nahe gelegenen Dolomit-Steinbruch noch „zwischengelagert“ werden.

Abwasserleitung beim Radweg

Die Gebäudegrundrisse wurden geändert und das Baufenster wurde so angepasst, dass die 2010 erstellte Fachwerkscheune ausgeklammert wurde (Hochwassergebiet). Die Abwasserdruckleitung zur Kläranlage Rupprechtstegen soll im Bereich des Pegnitztal-Radweges verlegt werden. Die Ertüchtigung dieser Anlage ist Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Erschließung des Areals, so das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg.

Der Verkehr wird über den Mühlenweg (Rupprechtstegen) erschlossen, mit Trassierung und Ausweichstellen. Weil die Zufahrt ab der Kläranlage teilweise im Überschwemmungsgebiet liegt, wird ein Anheben der Trasse empfohlen. Oberhalb der Kläranlage wird eine Parkfläche (im Eigentum von Mühlenkraft) für 28 Stellplätze ausgewiesen.

Die direkte Zufahrt über die Staatsstraße 2162, so das Staatliche Bauamt Nürnberg, sollte dagegen geschlossen werden. Als Rettungsweg für Feuerwehr, Notarzt oder Krankenwagen habe diese aber auch in Zukunft große Bedeutung, weil Einsatzzeiten damit deutlich verkürzt werden können. Auch diene die Abzweigung von der Staatsstraße weiterhin als Zufahrt zu landwirtschaftlichen Flächen im Pegnitztal, zu Versorgungsleitungen und gemeindlichen Abwasseranlagen.

Einstimmiges Ja

Abschließend stimmte das Gremium den auf rund 24 Seiten dargelegten Vorschlägen des Planers einstimmig zu. Der geänderte Entwurf des Bebauungsplans werde nun den betroffenen Behörden und Trägern öffentlicher Belange erneut zugestellt. Blase erläuterte weiter, dass bis Oktober 2021 ein Durchführungsvertrag zwischen Gemeinde und dem Verein Mühlenkraft ausgearbeitet werden soll. Außerdem seien Zeitschiene, Kostenübernahme und Grundzüge der Finanzierung anzusprechen.

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