Innenminister zu Besuch

Von Feuerwehr zu Feuerwehr: Bayerischer Hilfskonvoi startete in Lauf

Nach dem offiziellen Teil des Besuchs von Innenminister Herrmann blieb sogar Zeit für das ein oder andere Selfie. | Foto: Haase2022/04/FeuerwehrKonvoi_rh13-scaled.jpg

LAUF – Ein „wichtiges Zeichen von konkreter Solidarität für die Menschen in der Ukraine“ ist laut Innenminister Joachim Herrmann am Freitagnachmittag von Lauf aus auf die Reise in die Ukraine gegangen.

Denn in den vergangenen Tagen sind rund 200 Feuerwehren und Kommunen aus dem Freistaat dem Aufruf der bayerischen Feuerwehr gefolgt: Sie haben zahlreiche Materialien und sogar Fahrzeuge gesammelt, um ihre ukrainischen Kollegen zu unterstützen.

Herrmann war nun zu Besuch auf dem Gelände der Laufer Feuerwehr, um einen der beiden Hilfskonvois aus dem Freistaat zu verabschieden. Und eine „schützende Hand“ über die rund 70 Ehrenamtlichen aus ganz Bayern zu halten, die Richtung Grenze losfuhren.

40 Mal viele Tonnen Hilfe

40 Feuerwehrfahrzeuge gingen von zwei Standorten im Freistaat aus auf die Reise. Ein Tross startete in Rohrdorf in Rosenheim und elf Fahrzeuge starteten in Lauf. Mit bei dem Konvoi dabei war auch ein Feuerwehrauto aus Feucht, das als Spende an die Kollegen in der Ukraine bleiben wird. Erstes Ziel: Das polnische Rzeszow. Von dort aus bringt der polnische Feuerwehrverband die Materialien zur Grenze und übergibt sie dem ukrainischen Katastrophenschutz.

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Um das zu ermöglichen, haben Helfer in Lauf in den vergangenen Tagen bis tief in die Nacht geschuftet, Stiefel, Helme und Löschmaterialien einzeln notiert und sicher verstaut. Zahlreiche Firmen spendeten außerdem Verpackungsmaterialien. „Die Helfer in Lauf haben einen super Job gemacht“, lobt Marina Wieluch, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit des Landesfeuerwehrverbands.

Bei seinem Besuch in Lauf dankte Herrmann den Ehrenamtlichen für ihr unermüdliches Engagement, sowohl beim Aufbau von Flüchtlingsunterkünften im Inland als auch nun durch die Spenden im Ausland. „Wir können uns immer auf unsere Feuerwehrleute verlassen“, sagte der Minister. Dabei dürfe eine solche Hilfe nicht als Selbstverständlichkeit gesehen werden.

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