Aus dem Auto geschleudert

Unfall mit vier Schwerverletzten auf der A9

Feuerwehr, Rettungsdienst und Rettungshubschrauber waren im Einsatz, um die vier Schwerverletzten zu retten. | Foto: Feuerwehr Schnaittach2021/09/2BF42093-4D26-482A-9BEB-28738DF7142A-scaled.jpeg

A9 BEI HORMERSDORF – Bei einem Unfall auf der A9 zwischen den Anschlussstellen Hormersdorf und Schnaittach sind am Montagvormittag vier Menschen schwer verletzt worden. Später ereignete sich im entstandenen Stau ein weiterer Unfall. Zwei Lkw prallten aufeinander.

Gegen 11.10 Uhr – so die Verkehrspolizei Feucht in ihrem Pressebericht – war ein 26-Jähriger mit einem Fiat mit polnischer Zulassung auf der A9 in Fahrtrichtung München unterwegs. Auf der Rückbank saßen zwei Mitfahrer und neben dem 26-Jährigen seine 27-jährige Beifahrerin.

In einer Linkskurve der Hienbergabfahrt kam der Mann mit seinem Fiat vermutlich alleinbeteiligt und aus bislang ungeklärter Ursache plötzlich nach links von der Farbahn ab. Das Auto überschlug sich mehrfach und kam im Grünstreifen zum Stehen.

Aus dem Auto geschleudert

Die beiden Männer auf der Rücksitzbank wurden lebensgefährlich verletzt. /Foto: Feuerwehr Schnaittach2021/09/image1-scaled.jpg

Durch den Unfall wurde der Fiat massiv beschädigt und alle vier Insassen schwer verletzt. Die beiden Männer, die auf der Rückbank saßen, wurden lebensgefährlich verletzt.

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Mindestens einer von ihnen wurde aus dem Fahrzeug geschleudert, so die Polizei. Sie wurden mit Rettungshubschraubern in Kliniken gebracht.

Auch der der Fahrer und die 27-jährige Beifahrerin wurden schwer verletzt mit Rettungswägen in Kliniken eingeliefert, bei ihnen besteht derzeit keine Lebensgefahr.

Die Identitäten der beiden Männer auf der Rückbank sind laut Verkehrspolizei Feucht noch nicht abschließend geklärt.

Weil die Autobahn Richtung München zeitweise komplett gesperrt werden musste, kam es im entstandenen Stau wenig später zu einem weiteren Unfall.

Weiterer Unfall

Rund vier Stunden später krachte zwischen Hormersdorf und Schnaittach etwa auf Höhe Bernhof ein Sattelzug mit polnischer Zulassung in einen stehenden Sattelzug mit Nürnberger Kennzeichen.

Durch den vorhergehenden Unfall in der Hienbergabfahrt stockte der Verkehr in Richtung München auch Stunden danach noch und deshalb musste ein Lastwagenfahrer verkehrsbedingt auf der rechten Spur mit seinem Lkw anhalten.

Bei dem Folgeunfall wurden beide Lkw-Fahrer nur leicht verletzt. Sie wollten nicht in ein Krankenhaus gebracht werden. /Foto: Schuster2021/09/IMG_19413-scaled.jpg

Ein nachfolgender Speditionslaster reagierte zu spät und krachte mit seiner rechten Frontseite in das linke Heck des vor ihm stehenden Auflegers. Der unfallverursachende 46-jährige Lenker wurde ebenso wie der Fahrer des Nürnberger Speditionsunternehmers nur leicht verletzt.


Krankenhaus verweigert

Beide Fahrer verweigerten den Transport in ein Krankenhaus. Das alarmiert Aufgebot an Rettungskräften und einem Rettungshubschrauber konnten deshalb schnell wieder abrücken.

In beiden Unfällen leisteten die Feuerwehren aus dem Schnaittacher Gemeindebereich technische Hilfe und sicherten die Unglücksorte ab.

Der Verkehrsstau auf der Autobahn, welcher zeitweise bis hinter die Anschlußstelle Plech zurückreichte, führte auch zu einer hohen Belastung der Nebenstraßen durch das Schnaittachtal.

Autoren: Udo Schuster, Rebecca Haase

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