Geschwindingkeitsbegrenzung auf B8

BI will jetzt Tempo 30 testen

Tempo 30 an der Brücken-Baustelle: Wenn es nach der Bürgerinitiative Albtraum B 8 ginge, könnte die Geschwindigkeitsbegrenzung probehalber während der Bauzeit für die gesamte Ortsdurchfahrt gelten. | Foto: Alex Blinten2020/08/Schwarzenbruck-B-8-Baustelle-scaled.jpg

OCHENBRUCK. Das Staatliche Bauamt Nürnberg hat die Baustelle für den Ersatzneubau der Schwarzachbrücke am Ortsausgang der Bundesstraße 8 in Ochenbruck Richtung Industriegebiet Mittellandholz eingerichtet. Hier darf jetzt nur noch Tempo 30 gefahren werden. Für die Bürgerinitiative Albtraum B 8 ist das die Chance, Tempo 30 auf der B 8 in Ochenbruck über einen längeren Zeitraum zu testen.

Während der Abbruch- und Brückenneubauarbeiten wird der Verkehr auf einer Behelfsfahrbahn an der Baustelle vorbeigeleitet. Zu welchen Verzögerungen es für den Verkehr kommen wird, zeigt sich, wenn die Brückenbauarbeiten beginnen.

Der Rückbau der Behelfsumfahrung soll bis April 2022 beendet sein. Aus Sicht der Bürgerinitiative hätte man hier einen Zeitraum von zwei Jahren, um die Maßnahme von Tempo 30 als Lärm- und Verkehrsentlastung ausgiebig zu erproben. Daraus könnten dann konkrete Handlungen für die Zukunft gezogen werden. Die BI B8 möchte die Maßnahmen als eine Art Testphase verstanden wissen und sieht darin eine „erstklassige Chance und zugleich eine kostenneutrale Maßnahme“.

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Neubau dringend nötig

Die Widerlager der B-8-Brücke stammen aus den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, der Überbau wurde dann in den 50er Jahren erneuert. Zwischenzeitlich sind die Schäden an dem Bauwerk so groß, dass ein Neubau dringend nötig ist. Für den Bau der neuen Brücke plant das Staatliche Bauamt mit einer maximalen Bauzeit von fünf Monaten, wenn alles perfekt läuft, könnte die Brücke auch schon innerhalb von drei Monaten befahrbar sein.

Die Planer gewährleisten mit der Ersatzbrücke, dass bis auf ganz kurze Einschränkungen der Verkehr auf der B 8 zweispurig während der Bauzeit laufen kann. Für die Fußgänger und Radfahrer, die während der Bauzeit die B 8 queren müssen, wird eine Ampel und ein temporärer Geh- und Radweg errichtet. Die Kosten für das Bauprojekt veranschlagt das Staatliche Bauamt mit 3,3 Millionen Euro.

Die Bundesstraße 8 als Verbindung zwischen der Metropolregion Nürnberg und der benachbarten Oberpfalz ist zwischenzeitlich mit täglich 24 000 Fahrzeugen eine der am höchsten belasteten Straßen in ganz Bayern.

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