Gebühren bleiben unverändert

Schwaig will sich sein Bad trotz hoher Kosten leisten

Bürgermeisterin Ruth Thurner und Betriebsleiter Jan Gottschalk werben für das Schwaiger Bad. Foto: Kohl2013/01/56489_schwaigerbadthomaskohl_New_1357227964.jpg

SCHWAIG (ko/pz) — Das Hallen- und Freibad „Pegnitzaue“ in Schwaig bietet ein Wechselbad der Gefühle. Die treuen Nutzer, darunter viele Auswärtige, schätzen die Sport- und Freizeitanlage im Pegnitzgrund. Aber die Gemeinde zahlt kräftig drauf. Trotzdem bleiben die Gebühren 2013 unverändert.

„Unser Bad liefert einen hohen Beitrag zur Lebensqualität und Gesundheitsfürsorge in unserer Gemeinde, belastet allerdings unseren Haushalt erheblich. Trotz der hohen Besucherzahlen – etwa 90 000 Gäste pro Jahr – können nicht einmal mehr die Personalkosten erwirtschaftet werden“, so Bürgermeisterin Ruth Thurner bei der Bürgerversammlung.

Bei den Haushaltsvorberatungen im Gemeinderat wurde angesprochen, dass man sich über den Kostenaufwand des Bades Gedanken machen müsse – immerhin sind das jährlich 1,2 Millionen Euro. Zur Einordnung: Der gesamte Schwaiger Verwaltungshaushalt, dieser Begriff beschreibt alle laufenden Ausgaben der Gemeinde, hat ein Volumen von 16,3 Millionen Euro, 2012 wurden insgesamt 8,7 Millionen investiert.

Tageskarte für 4,50 Euro

Die Benutzer betreffen die Überlegungen des Gemeinderats noch nicht. „Wir hatten alle Gebühren auf dem Prüfstand“, sagt die Bürgermeisterin. Beim Bad habe aber der Sport-, Gesundheits- und Freizeitaspekt einen so hohen Stellenwert, dass der Eintritt 2013 unverändert bleibe. Auch wenn die Gemeinde beim laufenden Betrieb und bei Modernisierungen kräftig drauflegen muss. Die Tageskarte kostet 4,50 Euro, eine Stunde schwimmen kann man schon für 2,50 Euro.

Thurner hatte in der Bürgerversammlung berichtet: „Während der jährlichen Schließung wurde die gesamte technische Anlage gewartet, und es wurden umfangreiche Instandsetzungsarbeiten durchgeführt. Die Investitionen belaufen sich auf rund 50 000 Euro.“

Das Schwaiger Bad soll populär bleiben. Seit rund zehn Jahren sind die Besucherzahlen leicht rückläufig – kein örtliches Phänomen, sondern eine typische Entwicklung bei kommunalen Bädern, meint Thurner. Die Konkurrenz durch Spaß- und Gesundheitsbäder in der Region nimmt zu.

Umso mehr freuen sich die Rathauschefin und der Betriebsleiter Jan Gottschalk, wie gut die Gesundheitsaktionen angenommen werden, die gemeinsam mit der Volkshochschule Unteres Pegnitztal seit Oktober im Schwaiger Bad stattfinden. Jeden Mittwoch und Freitag wird von 9.15 bis 9.45 Uhr „Aqua Fitness“ angeboten, jeden Donnerstag von 19.30 bis 20 Uhr „Aqua Zumba“ mit Musik.

Richtig warmes Wasser

Das Planschbecken im Freibereich bekam im vergangenen August ein Sonnensegel, das die kleinen Gäste, aber auch die Eltern vor starker UV-Strahlung schützt. Der Betriebsleiter hebt die „besonders gute Wasserqualität“ hervor, Thurner weist auf die angenehmen Wassertemperaturen hin: Je nach Becken sind das 28 bis 32 Grad.

Das 25-Meter-Schwimmbecken hat eine neue Unterwasserbeleuchtung, im Außenbecken gibt es Massagedüsen und sogenannte Whirlliegen. Das Schwaiger Bad ist also gerade in diesen Wintertagen ein netter Ort zum Entspannen – und zum Ausgleich der kleinen Festtagssünden.

N-Land Thomas Kohl
Thomas Kohl