Installation Pfarrehepaar Höpfner

Richtig angekommen in der Gemeinde

Dekan Tobias Schäfer (links) segnete gemeinsam mit einigen Assistenten das Pfarrerehepaar Ann-Sophie und Martin
Hoepfner ein. | Foto: R. Wacker2019/12/Amtseinf-hrung-durch-Dekan-Tobias-Sch-fe-scaled.jpg

OFFENHAUSEN – Eigentlich ist das Pfarrehepaar Ann-Sophie und Martin Hoepfner ja schon seit fast vier Jahren in der Kirchengemeinde Offenhausen aktiv, jedoch war ihnen die Stelle nur zur Vertretung übertragen – bis vor kurzem.

Dekan Tobias Schäfer bemerkte, dass sie sich als Pfarrer im Probedienst bewährt hätten und nach ihren Beurteilungen die sogenannte Bewerbungsfähigkeit erhielten. Obwohl es genügend andere freie Pfarrstellen in Bayern gegeben hätte, hatten sich die beiden für den Verbleib in der Kirchengemeinde Offenhausen entschieden.

Schäfer betonte ihre Leidenschaft und ihr Engagement für ihre Kirchengemeinde und darüber hinaus. So hilft das Pfarrehepaar regelmäßig bei Vakanzen – wie zurzeit in Hartmannshof. Beide sind aktiv in der Notfallseelsorge und in der Kindergottesdienstarbeit des Dekanats. Auch die Kooperation der Kirchengemeinden im Hammerbachtal ist ihnen eine Herzensangelegenheit.

Nach ihrem Versprechen, sich in der Gemeinde weiterhin gemäß ihres Ordinationsgelübdes einzubringen, wurden sie von Dekan Tobias Schäfer und zahlreichen Assistenten in ihr Amt eingesegnet und sind nun Pfarrerin und Pfarrer auf Lebenszeit.

Wie im Himmel

Im Festgottesdienst wirkten neben Dekan Tobias Schäfer auch die Pfarrerinnen des Hammerbachtals sowie Vertreter der Ökumene mit – ein wichtiges Zeichen für das Ehepaar Hoepfner. Und auch die Musik kam nicht zu kurz: Der Posaunenchor spielte „Gabriella’s Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“ und der Frauensingkreis bedachte sie nach der Einsegnung mit einem Segenslied.

Die Predigt über den Vers „Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes“ spiegelte sowohl den Advent als auch das Ankommen in der Gemeinde wider. So startete das Pfarrehepaar gemäß seinen Herkunftsorten an unterschiedlichen Stellen in der Kirche: Martin Hoepfner im „hohen Norden“ auf der zweiten Empore, Ann-Sophie Hoepfner im Süden.
Stück für Stück bewegten sie sich aufeinander zu, bis sie sich im Zentrum der Kirche trafen.

Gleichzeitig auch ein Aufruf an alle Menschen, sich aufeinander zuzubewegen und miteinander das Warten auf das Reich Gottes so angenehm wie möglich zu machen. Passend dazu rundete der Gesangverein Sängerliebe Breitenbrunn, den Martin Hoepfner dirigiert, die Predigt mit „Irgendwann bleib i dann dort“ ab.

Sketch der Pfarrerinnen

Beim Empfang im Gemeindehaus warteten nicht nur Grußworte, sondern auch ein reichhaltiges Buffet und – als kulinarischer Gag – Bier von der Karlsruher Hoepfner-Brauerei. Die drei Pfarrerinnen Kathrin Klinger, Christiane Lutz und Lisa Weniger eröffneten den Grußwortreigen mit einem amüsanten Sketch, der auf die Frage hinauslief: „Wer braucht schon Grußworte?!“

Es gab sie allerdings trotzdem: Landrat Armin Kroder überbrachte seine besten Wünsche zur endgültigen „Ankunft“ in Offenhausen, Landtagsabgeordneter Norbert Dünkel schenkte „den Angekommenen“ ein Holzkreuz der Lebenshilfe. Bürgermeister Georg Rauh übergab ihnen schmunzelnd eine große Wasserpumpenzange „zur Installation“. Damit können sie nach ihrer erfolgten Installation auch weiter in ihrer liebgewordenen Kirchengemeinde tätig sein. Gerade in Zeiten großen Handwerkermangels ein sinnvolles Geschenk, fand Rauh.

Gemeinde steht zur Seite

Als gesandter Vertreter der gemeindlichen Vereine bemerkte Matthias Schmidt, dass es vielen schon wie eine Ewigkeit vorkäme, wie lange das Pfarrehepaar bereits hier ist. Viele Projekte seien in den wenigen Jahre schon verwirklicht worden. Auch betonte er das private Engagement von Ann-Sophie und Martin Hoepfner in den unterschiedlichen Vereinen und bei Veranstaltungen in der Gemeinde. Zum Schluss erinnerte er beide daran, dass nicht nur sie für die Gemeinde da sind – sondern auch umgekehrt, wenn es denn nötig sein sollte.

Die Vertrauensfrau des Kirchenvorstands, Marion Scharrer, moderierte den Abend und bedankte sich im Namen des Kirchenvorstands mit einem Bildband aus der Heimat und einem Gutschein für das „leibliche Wohl“ für das Engagement des Paares und für den Entschluss, sich längere Zeit im oberen Hammerbachtal niederzulassen.

Pfarrehepaar Ann-Sophie und Martin Hoepfner waren sichtlich gerührt über die große Anteilnahme und bedankten sich bei allen Beteiligten noch einmal auf das Herzlichste, bevor es bei zünftiger Musik und guten Gesprächen in den gemütlichen Teil ging.

N-Land Roland Wacker
Roland Wacker