Unfall in Simmelsdorf

Nach Sturz vom Strahlenfels aus acht Metern Höhe: Kletterer schwer verletzt

Kurz nach dem Absturz: Rettungsdienst und Bergwacht kümmern sich um den schwer verletzten 31-Jährigen, der am Fuß der Wand liegen blieb. Später wurde der Hesse per Hubschrauber ausgeflogen. | Foto: Schuster2022/05/img_0162.jpeg

STRAHLENFELS – Ein 31-jähriger Kletterer aus Hessen ist am Sonntag kurz nach Mittag in der Felswand bei Strahlenfels auf dem Gemeindegebiet Simmelsdorf abgestürzt. Er fiel rund acht Meter tief und verletzte sich dabei so schwer schwer, dass er an der  Hubschrauberwinde gerettet werden musste. Die Ursache für den Unfall ist bisher ungeklärt, nun laufen die Ermittlungen.

Weitere Kletterer, die am Strahlenfels unterwegs waren, darunter eine DAV-Gruppe aus dem Würzburger Raum, leisteten dem jungen Mann Erste Hilfe und setzten einen Notruf ab. 

Der First Responder („Helfer vor Ort“) Betzenstein-Plech traf zuerst ein, ebenso der Einsatzleiter aus Schnaittach. Kurz darauf kamen der Rettungsdienst aus Auerbach sowie die Bergwachtbereitschaften Nürnberg und Lauf an den Fuß der Wand. Zur weiteren Unterstützung rückte schließlich die Bergwacht Fürth an, die am Sonntag ihren Einsatzdienst im Osternoher Bikepark versah.

Rettung per Winde

Der Notarzt versorgte den Verunfallten, während auf einer Wiese nordwestlich der Wand die Windenrettung vorbereitet wurde. Mit einem Bergretter an Bord flog der Nürnberger Rettungshubschrauber zur Felswand. Hier wurde der Bergwachtler abgeseilt, um dann mit dem Verletzten im Bergesack wieder hochgezogen zu werden. Das war in diesem Fall die schonendste und sicherste Rettung für den Patienten, sagt Bergwachteinsatzleiter Axel Topp. Der schwer verletzte Kletterer wurde mit dem Hubschrauber in das Uniklinikum nach Erlangen geflogen. Dort wird er behandelt.

Die Laufer Polizei, in deren Zuständigkeit die Unfallaufnahme an der Landkreisgrenze lag, erhielt vom polizeidienstlichen Sachbearbeiter für Kletterunfälle sach- und fachkundige Unterstützung. Der Beamte begab sich selbst in die Felswand und dokumentierte seine Erkenntnisse zum Unfallgeschehen. 

Letzter Unfall vor zehn Jahren

Die Bergwacht übernahm mit eigenen Fachkräften die Betreuung der noch anwesenden Kletterer. Ortsansässige mit Anwesen direkt unterhalb der Unglückstelle berichten, dass es hier zuletzt vor rund zehn Jahren einen Kletterunfall gegeben habe.

Die Wand am Strahlenfels gilt als gut abgesichert, die Routen dort sind im mittleren bis oberen Schwierigkeitsbereich angesiedelt. Der Ort Strahlenfels liegt im Simmelsdorfer Gemeindebereich, gekrönt wird er von einer Burgruine – hoch auf besagtem Felsen.

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