Zum Internationalen Tag des Waldes

Mortler: Waldschutz ist Klima- und Wasserschutz

Zum Tag des Waldes macht Europaabgeordnete Marlene Mortler auf die wichtige Rolle der Bäume aufmerksam. | Foto: Lisa Bezold2022/03/20210402_mm_wald_foto_lisa_bezold.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Am 21. März wird der Internationale Tag des Waldes begangen, am 22. März der Weltwassertag. Vor diesem Hintergrund weist die Agrarpolitikerin und Europaabgeordnete Marlene Mortler auf die Bedeutung der Wälder für den Klima- und den Wasserschutz sowie für die Wirtschaft hin.

„Unsere Wälder zu erhalten ist ein wichtiger Schlüssel, um dem Klimawandel entgegenzutreten. Sie produzieren Sauerstoff und nehmen CO2 auf. Mit dem Rohstoff Holz liefert uns der Wald eine wichtige erneuerbare Energiequelle. Außerdem speichern und filtern die Wälder wertvolles Wasser. Die Waldwirtschaft spielt aber auch eine nicht zu vernachlässigende ökonomische Rolle und bietet vielen Menschen einen Arbeitsplatz“, erklärt Mortler.

Zunehmende Bedrohung für Wälder

Derzeit sind knapp 182 Millionen Hektar und damit über 43 Prozent der Fläche der EU von Wäldern und anderen bewaldeten Flächen bedeckt. Die europäischen Baumbestände werden jedoch zunehmend von Wetterextremen wie Dürren oder Stürmen, aber auch von starkem Schädlingsbefall bedroht. Diese Auswirkungen des Klimawandels werden weiter voranschreiten. „Wir brauchen deshalb flexible Lösungsansätze, die die Multifunktionalität der Wälder und regionale Besonderheiten berücksichtigen“, so Mortler.

Neue Waldbewirtschaftungs-, Aufforstungs- und Wiederherstellungsverfahren können die Widerstandsfähigkeit der Wälder stärken. „Um solche Ansätze in die Praxis umzusetzen, sollten wir dringend auf den großen Erfahrungsschatz der vielen privaten und staatlichen Waldeigentümer sowie unserer Förster zurückgreifen“, sagt Mortler. Mit Blick auf die EU-Waldstrategie fordert sie, die Waldbesitzer nicht außen vor zu lassen: „Vielmehr muss die Strategie einen Ausgleich zwischen Ökonomie und Ökologie schaffen“, so die EU- Agrarpolitikerin.

Viel Potential

Bei der Anpassung der Wälder an den Klimawandel setzt Mortler neben der Waldwirtschaft auf Forschung und Entwicklung. „Hier gibt es noch viel Potenzial auszuschöpfen. Dabei müssen wir immer auch das Thema Wasser mitdenken. Ich begrüße deshalb, dass sich inzwischen verschiedene Forschungsinstitute in Deutschland mit den Auswirkungen unterschiedlicher klimaresistenter Baumsorten auf die Grundwasserentwicklung auseinandersetzen.“

Hintergrund

Der „Internationale Tag des Waldes“ wurde im Jahr 1970 von der FAO (Food and Agriculture Organization) der Vereinten Nationen als Reaktion auf das globale Waldsterben ins Leben gerufen. Er findet jährlich am 21. März statt.

Der Weltwassertag am 22. März wurde von den Vereinten Nationen 1993 ins Leben gerufen. Er soll daran erinnern, wie kostbar die Ressource Wasser ist. Der Weltwassertag 2022 steht unter dem Motto „Groundwater: Making the Invisible Visible“ – „Unser Grundwasser: der unsichtbare Schatz.“ 

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