Gehwegbegrenzung vor Waldschule

Mehr Sicherheit für Rückersdorfer Schüler

Damit die Kinder sicher zur Rückersdorfer Waldschule kommen, soll der rot gepflasterte Gehweg von der Fahrbahn mit Kunststoffabgrenzungen abgeteilt werden. | Foto: Cichon2017/06/Waldschule-Ruckersdorf-Steinbruchwg-Gehweg-Sicherheit-Gehwegbegrenzung-ci.jpg

RÜCKERSDORF — Optisch auffällige Begrenzungen aus Kunststoff sollen den Gehweg vor der Rückersdorfer Waldschule von der Straße trennen und damit den Schulweg für Kinder sicherer machen. Darauf hat sich der Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung geeinigt.

Die flachen, schmalen Kunststoffbegrenzungen, genannt „Leitbords“, kennt man von Straßenumleitungen oder etwa von der Laufer Auffahrt auf die B 14 am sogenannten Bräunleinsknoten. Sie sollen eine Höhe von mindestens 25 Zentimetern und eine auffällige Farbe haben, so die zweite Bürgermeisterin Heidi Sponsel (SPD) im Gespräch mit der PZ.

Die Begrenzungen sollen bereits  Ende der Pfingstferien angebracht und zunächst bis zu den Sommerferien getestet werden. Für Verkehr in beide Richtungen soll aber weiterhin genug Platz sein. Die Leitbords sollen verhindern, dass der Gehweg, wie es bisher oft der Fall war, zugeparkt wird und die Kinder auf die Straße ausweichen müssen, wenn sie zur Schule laufen.

Stolpergefahr statt Hilfe?

Bis auf zwei CSU-Vertreter fand der Vorschlag der SPD im Gemeinderat am vergangenen Donnerstag nur Zustimmung. Theodor Pleyer (CSU) befürchtete eine Stolpergefahr in den Begrenzungen. Außerdem habe er den Eindruck, dass eine Entscheidung übers Knie gebrochen werde. Er halte es für sinnvoller, erst einmal vom Landratsamt prüfen zu lassen, ob Leitbords überhaupt als Begrenzung zulässig seien. Auch Johannes Ballas war unschlüssig, ob er dem Antrag zustimmen solle. Er befürchte, dass die Haftpflichtversicherung nicht zahlt, sollte es zu einem Schaden durch die Kunststoffmarkierungen etwa an Autos kommen.

Heidi Sponsel war wegen dieser Bedenken merklich ungehalten. „Die Sicherheit unserer Kinder geht vor. Heute wird abgestimmt“, forderte sie. Die Gemeinde verbrenne kaum Geld, wenn man die Leitbords bis zu den Sommerferien ausprobiert, so Andreas Ellner (RUW). „Wenn wir nichts machen und es passiert einem Kind etwas, dann haften wir auch“, fügte Karl-Josef Raab-Seibold (Grüne) hinzu.

Die SPD-Fraktion hatte bereits in der Vergangenheit vorgeschlagen, den rot gepflasterten Gehweg im Steinbruchweg bis zum Kreisel vor der Waldschule mit Pflöcken und einer Kette von der Fahrbahn abzutrennen. Nach Rücksprache mit der Polizei kam diese Art von Begrenzung aber nicht in Frage, da sonst kein Begegnungsverkehr mehr möglich gewesen wäre. Daher änderte die SPD ihren Antrag zugunsten der Leitbords ab.

N-Land Anne Cichon
Anne Cichon