Drittes Bolta-Werk soll Spitzenstellung untermauern

Alle Projektbeteiligten – vorne Geschäftsführer Falk, Landrat Kroder, Bürgermeister Lang – beteiligten sich am offiziellen ersten Spatenstich. Links im Hintergrund das 2008 fertiggestellte Werk 2, rechts im Hintergrund die Fläche für Werk 3. Foto: Scholz2011/03/18690_New_1300892765.jpg

DIEPERSDORF (mz) — Bei den Bolta-Werken ist der Bau für das neue, 5000 Quadratmeter große Werk 3 angelaufen. Gestern war der offizielle erste Spatenstich mit Bolta-Geschäftsführer Christian Falk, Landrat Armin Kroder und Bürgermeister Joachim Lang sowie weiteren Projektbeteiligten

Bagger haben bereits die Erdoberfläche abgetragen, damit Experten das Gelände nach weiteren Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg absuchen können. Zuletzt war beim Bau der neuen Zufahrtstraße durch das Gewerbegebiet Vierbühl ein Blindgänger entdeckt worden (wir berichteten). Erst wenn das Terrain gesichert ist, beginnt der eigentliche Aushub.

Und der hat es in sich, wie auch beim gestrigen Spatenstich deutlich wurde. Bolta bewegt nicht nur viel Erde. 50 Millionen Euro hatte der Kunststoffgalvaniseur bereits 2008 für den Neubau des Diepersdorfer Werks 2 und den neuen Standort in Mexiko ausgegeben. Jetzt sind es laut Falk noch einmal 15 Millionen Euro vor allem für die hochmoderne Galvanikanlage, einen Montagebereich und den Sozialtrakt. Bis zu 100 neue Arbeitsplätze bringt das dem Standort Diepersdorf.

Im August in Betrieb?

Der Neubau soll bereits Anfang August in Betrieb gehen. Nicht erst dann spielt Bolta, wie Bürgermeister Lang sagte, „in der Champions League“ seiner Sparte. Nachdem das Unternehmen die Wirtschaftskrise – 2009 auch mit Kurzarbeit – gut überstanden und einige Konkurrenten hinter sich gelassen hat. Landrat Kroder hob in seiner Rede hervor, dass Falk sich sehr für Diepersdorf stark gemacht hat. Wie der Geschäftsführer zuvor gesagt hatte, war auch ein Standort in Ungarn ein heißer Kandidat. Wichtig aber für die Anwohner: Werk 3 hat nicht nur eine neue Zufahrt und ersetzt die 40 Jahre alte Galvanikanlage aus Werk 1, sondern die GmbH hat auch zugesagt, bei den Abgasen unter den gesetzlichen Grenzwerten noch einmal tiefer zu gehen.

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