32. Internationale Volkswandertag in Leinburg

Auf Schusters Rappen unterwegs

Auch der Struppi darf mit auf die Strecke über Stock, Stein, Wald und Wiese. | Foto: Sabine Rösler2018/09/leinburg-wanderer1.jpg

LEINBURG – Das Wandern ist nicht nur des Müllers Lust, sondern auch der über 1000 Teilnehmer beim 32. Internationalen Volkswandertag (IVV) in Leinburg, der vom Deutschen Volkssportverband (DVV) ausgeht. Jedes Wochenende finden die Wandertage deutschlandweit verteilt statt. In Leinburg waren sogar Naturfreunde aus dem benachbarten Ausland mit von der Partie.

Nebst ein paar Jugendlichen sind hauptsächlich weit über 60-jährige Naturbegeisterte dabei. Wie immer kann man in Gruppen oder alleine wandern. In den Anfangszeiten der Veranstaltung waren sogar bis 3000 Wanderfreunde beteiligt.

„Es ist sehr ruhig hier und die Waldluft riecht sehr angenehm“, bemerkte ein Paar aus Langwasser, das bereits seit vielen Jahren mitwandert. Sie pausierten gerade an einer der drei Kontrollstationen. Tee, kühle Getränke und kleine Brotzeiten werden dort ausgegeben, und nicht zu vergessen: Hier holt man sich auch den Stempel für die Wertekarte ab. Wer die fünf Kilometer lange Strecke gewählt hat, bekommt einen Zählstempel aufgedrückt, bei zehn ist es zusätzlich ein Hund, und die Profis erhalten bei 20 Kilometern noch eine Katze im Heft vermerkt.

Selbstverständlich dürfen auch Hunde mit auf die Strecke. Für die Vierbeiner sind extra Trinkstationen mit bemalten Schildern eingerichtet. Übrigens geht es nicht nur über Stock und Stein, sondern auch quer durch Wald und Wiese. Dass man nicht vom Weg abkommt, dafür sorgt der Veranstaltungsleiter Horst Ring mit seinem Team. Das geht tags zuvor die Strecken ab und bringt Pfeile und Schilder, teils bebildert, unter anderem an Bäumen und anderen Stellen an, die bei der Orientierung helfen sollen.

Lange Vorbereitungen

Seit Februar liefen dieses Jahr die Vorbereitungen für Werbung und Sponsoren. Auch noch während der Veranstaltung werden Kontrollgänge durchgeführt oder auch Teilnehmer vom Bahnhof abgeholt oder dorthin gefahren. „Es macht großen Spaß, all das zu organisieren, trotz des enormen Zeitaufwands“, strahlt Horst Ring. Doch diese ehrenamtliche Arbeit ist mit vielen Vorschriften von seitens verschiedener Behörden (wie Forst- und Landratsamt) gespickt, die befolgt werden müssen. Die Wege müssen genehmigt werden, wofür letztendlich eine sogenannte Genehmigungs-Nummer vergeben wird.

Im Vordergrund stehen aber der Spaß und das Zusammenleben sowie das Kennenlernen neuer Freunde. Eine Familie aus Ingolstadt beispielsweise kommt immer wieder gerne hier her: „Es ist die schönste Strecke (der Sieben-Brücken-Weg), die wir bislang bayernweit gelaufen sind, vorbei an einem Bächlein, entlang des Fränkischen Dünenwegs.“ Sie sind mit hungrigen Mägen wieder am Start- und Zielort, dem Schützenhaus in der Nürnberger Straße 47, angekommen und stärken sich nun mit fränkischen Spezialitäten und selbst gebackenen Kuchen.

Die internationalen Volkswandertage finden stets bei jeder Witterung statt. Bei der Siegerehrung erhielten die fünf stärksten Gruppen Pokale. Schirmherr der Veranstaltung ist Leinburgs Bürgermeister Joachim Lang. Mit trainierten Muskeln und vollem Energietank geht es nach einem erfolgreichen Wanderwochenende dann entspannt in die Arbeitswoche. Die Veranstalter würden sich über mehr jüngere Wanderbegeisterte freuen.

Weitere Infos findet man unter dvv-wandern.de und wanderkaufhaus.de

N-Land Sabine Rösler
Sabine Rösler