Verkehrsbeobachtungen in Unterhaidelbach

Kommt Tempolimit?

Viele der Anwohner wünschen sich an dieser Kreuzung eine Querungshilfe wie einen Zebrastreifen, eine Verkehrsinsel oder eine Ampel. Foto: Kappes2013/10/kreuzungunterhaidelbach_New_1382601902.jpg

UNTERHAIDELBACH – Die Unterhaidelbacher hoffen auf eine Querungshilfe und ein Tempolimit auf der Staatsstraße Richtung Leinburg. Sie sammelten deshalb Unterschriften. Das Landratsamt, das staatliche Bauaumt, die Polizei und die Gemeine prüfen derzeit, ob die Maßnahmen nötig sind.

Im Juni stellte die Polizei bei einer Radarmessung an der Kreuzung Unterhaidelbach viele Verstöße fest. Ein Kraftfahrzeuglenker raste mit 131 km/h durch die Tempo-70-Zone (wir berichteten). Auch spätere Messungen zeigten, dass hier allzu oft aufs Gas gedrückt wird.

Nach einem Bericht des Boten über Raser auf der Strecke, beschlossen zwei Bewohnerinnen eine Unterschriftensammlung durchzuführen. Es gingen 98 Unterschriften ein, wobei hinter einer Unterschrift oftmals ganze Familien mit zwei bis vier Personen stehen. „Bei etwa 400 Einwohnern, ohne Weihersberg und Pühlhof, zeigt das, wie sehr den Bürgern das Problem zu schaffen macht“, sagt Brigitte Fürst, Anwohnerin und eine der Initiatorinnen der Aktion. Sie hofft auf eine Beschränkung auf 50 km/h im Kreuzungsbereich und eine Verlängerung der 70er Zone bis zum Ende der Wohnbebauung oder besser noch bis zum Ortseingang Leinburg. Auch eine Querungshilfe, ein Zebrastreifen oder eine Bedarfsampel wird von den meisten Bürgern gewünscht.

Die Fragebögen mit Auswertung sowie Schreiben von mehreren Bürgern aus der Vergangenheit wurden an die Straßenverkehrsbehörde in Lauf, an die Polizei, an das Staatliche Straßenbauamt Nürnberg und an die Gemeinde Leinburg übergeben. Robert Zürl, Leiter des Haupt- und Bauamtes Leinburg, bedauert, dass der Gemeinde in dieser Angelegenheit die Hände gebunden sind. „Wir sind hier nicht zuständig, es handelt sich um eine Staatsstraße. Wir können nur penetrant darauf hinweisen.“

Dennoch haben sich die Behörden dem Begehren der Unterhaidelbacher angenommen. Christian Lades vom Leinburger Bauamt und Bernhard Zunner von der Straßenverkehrsbehörde im Landratsamt haben sich zu den Zeiten, an denen Schulbusse an der Kreuzung halten und die Kinder aussteigen, umgesehen. Neben dieser Verkehrsbeobachtung zählt die Behörde außerdem die Fahrzeuge auf der Strecke und erstellt ein Lärmgutachten. „Die Sache ist im Laufen. Wir prüfen die Angelegenheit noch“, sagt Zunner und kann deshalb noch keine Ergebnisse liefern. Diese werden möglicherweise in vier Wochen vorliegen. Dann wissen die Unterhaidelbacher, ob eine Querungshilfe und ein Tempolimit die Gefahrensituation an der Kreuzung entschärfen.

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