Eine Chefärztin für das Laufer Krankenhaus

Die neue Chefärztin im Laufer Krankenhaus, Dr. Susanne Rudisch, freut sich auf die Zusammenarbeit mit ihrem Chefarzt-Kollegen, Dr. Gerhard Walz (rechts). Links Dr. Michael Hitschke, Geschäftsführer der Krankenhäuser Nürnberger Land und (im Hintergrund), Dr. Dr. Günter Niklewski, Mitglied der Klinikumsleitung in Nürnberg. Foto: Chemnitz2012/03/39130_neuechefaerztinkhlaufrudisch_New_1330692964.jpg

LAUF — Das Laufer Krankenhaus hat eine neue Chefärztin: Dr. Susanne Rudisch, Fachärztin für Viszeralchirurgie (Bauchchirurgie), ist eine von nur wenigen Frauen in einer solchen Position in ganz Bayern.

Er freue sich, dass eine so wichtige Stelle mit einer fachlich derart ausgezeichneten Kollegin besetzt werden konnte, die patientenorientiert denke und handle, sagte der Geschäftsführer der Krankenhäuser Nürnberger Land, Dr. Michael Hitschke, bei der Vorstellung der neuen Chefärztin der Chirurgie in Lauf.

Für die 49-Jährige ist die neue Stelle „eine fantastische, spannende Herausforderung“ und eine willkommene Veränderung. Nach 15 Jahren Ausbildung unter dem renommierten Prof. Dr. Christoph Gebhardt am Nürnberger Klinikum, wechselte Rudisch vor sieben Jahren als leitende Oberärztin an die Erler-Klinik. Dort konnte sie nicht nur Erfahrung im Operationssaal sammeln, sondern vor allem auch in der Organisation eines Krankenhauses. Dies kommt ihr nun in Lauf zugute.

Besonders freue sie sich auf den intensiven Kontakt mit den Patienten. Das Laufer Krankenhaus habe vielleicht weniger Logistik, als die Kliniken in Nürnberg, dafür gebe es mehr Zeit, sich der Patienten anzunehmen. Zudem bekäme sie die Gelegenheit, sich um die Ausbildung junger Ärzte zu kümmern, was ihr besonders am Herzen liege. „Ich selbst habe keine Kinder und so sind die Assistenzärzte so etwas wie meine ,chirurgischen Kinder’“, sagte die 49-Jährige.

Der Wechsel nach Lauf ist für Rudisch aber auch eine berufliche Rückkehr in die Heimat. Denn die Schwaigerin, die in Röthenbach zur Schule ging und ihre sozialen Kontakte, wie sie sagt „links und rechts vom Moritzberg“ hat, ist mit dem Nürnberger Land tief verbunden. Auch dies habe bei der Entscheidung für Rudisch eine Rolle gespielt, sagte Dr. Dr. Günther Niklewski, Mitglied der Klinikumsleitung. „Es ist uns wichtig, dass ein Chefarzt hier in der Region verwurzelt ist.“ Die Schwaigerin mit ihren vielen Qualifikationen sei dem Gremium sofort ins Auge gesprungen.

Von ihrem neuen Team und den Kollegen in Lauf sei sie äußerst offen aufgenommen worden. Auf die Zusammenarbeit mit Chefarzt Dr. Gerhard Walz, dem Leiter der Unfallchirurgie, freue sie sich besonders. „Es gibt nichts besseres, als einen Beruf, den man gerne macht, mit Leuten die man gerne mag auszuüben, und das auf einem solch hohen Niveau“, strahlte Rudisch. „Wir haben uns auf Anhieb verstanden“, gab Walz das Kompliment zurück. „Ich freue mich, dass unser Frontantrieb-Auto jetzt vorne wieder mit zwei Rädern fährt“, scherzte er.


Rudisch ist Spezialistin für Eingeweideerkrankungen, vom Dickdarmkrebs über Gallenoperationen bis hin zur Schilddrüsenchirurgie. Insgesamt ist man in Lauf jetzt breit aufgestellt. „Es gibt für 80 bis 90 Prozent der Patienten, die eine Operation brauchen, keinen Grund, in ein anderes Krankenhaus zu gehen“, sagte Walz. „Dass wir das Klinikum hinter uns haben, ist ein großes Glück.“

Auch diese Entwicklung sei ein gewolltes Bekenntnis zu den Kreiskrankenhäusern, betonte Niklewski: „Es ist uns wichtig, dass unsere Krankenhäuser im Nürnberger Land keine reinen Ableger des Klinikums sind, sondern starke und eigenständige Einrichtungen. Wir brauchen eine qualitativ hochwertige Versorgung vor Ort.“

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