Naturfreunde in Hersbruck und Happurg

KZ-Doku-Orte zeigen Wirkung

Die Nürnberger Naturfreunde am Eingang F der Doggerstollen in Happurg. | Foto: privat2018/03/DokuOrt-Naturfreunde.jpg

Hersbruck/Happurg – Nürnberger Naturfreunde ließen sich das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers in Hersbruck und einen Doggerstollen-Eingang in Happurg zeigen. Sie nahmen an einer Führung an die jeweiligen Dokumentationsorte teil. Sie blieben nicht unbeeindruckt von der Unmenschlichkeit während der Nazi-Herrschaft.
„Erschreckend ist, wie dieses Lager in der Mitte der Stadt hat existieren können“, sagte eines von über 40 Mitgliedern der Naturfreunde Ortsgruppe Nürnberg Mitte. Sie alle ließen sich vom Verein Dokumentationsstätte Konzentrationslager Hersbruck über das Gelände zwischen Finanzamt, Fackelmanntherme und Amberger Straße führen, auf dem zwischen 1944 und 1945 9000 Menschen interniert waren. Die hygienischen Zustände waren katastrophal, die Häftlinge wurden geschlagen, gefoltert und ermordet.
Nach der Führung ging die Gruppe nach Happurg zur Erinnerungsstätte an der Hunnenschlucht. Die letzte Station war der Eingang F zu den Doggerstollen, wo die Verbindung von NS-Terror und der deutschen Wirtschaft thematisiert wurde: BMW, Siemens, Hoch Tief, AEG und viele andere Firmen hätten an der Ausbeutung der Arbeitssklaven des Regimes verdient.
„Wir wollen nicht in Betroffenheit und Schrecken ob der unmenschlichen Verbrechen, die hier stattfanden, stehen bleiben“, sagte der Redner der Naturfreunde bei der Kranzniederlegung zum Schluss. „Unsere Aufgabe ist es, alles dafür zu tun, dass Faschismus und Krieg nie wieder von Deutschland ausgehen.“

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