Stichwahl in Leinburg

Kraußer muss sich gedulden

Von links: Bürgermeisterkandidaten Gerhard Pfeiffer (SPD) und Thomas Kraußer (CSU). | Foto: Danirel Frasch2020/03/Leinburg-SPD-Gerhard-Pfeiffer-CSU-Thomas-Krausser-scaled.jpg

LEINBURG – Thomas Kraußer (CSU) und Gerhard Pfeiffer (SPD) gehen in die Stichwahl, Hubert Galozy (FW) ist enttäuscht.

Das Leinburger Gemeindezentrum füllte sich – wie zu erwarten – nur spärlich. Unter den rund 30 Personen, die sich im Foyer eingefunden hatten, wollte auch nach der Verkündung der Wahlergebnisse durch Wahlleiterin Michaela Schreimel keine große Freude aufkommen. Der Grund: Keiner der drei Bürgermeisterkandidaten erreichte die Mehrheit, folglich muss die Stichwahl in zwei Wochen die Entscheidung in der Bürgermeisterfrage bringen.

Zwar zeichnete sich schnell ab, dass Thomas Kraußer (CSU) die Bürgermeisterwahl gewinnen wird. Für die absolute Mehrheit reichte es allerdings nicht. Mit 44,6 Prozent muss sich Kraußer in zwei Wochen Gerhard Pfeiffer (SPD) stellen. „Vor dem Hintergrund, dass es drei Kandidaten waren, ist das ein tolles Ergebnis“, kommentierte Kraußer das Wahlergebnis und ergänzt: „Jetzt müssen wir schauen, dass wir in zwei Wochen die paar Prozent noch bekommen. Wahlveranstaltungen werden wir keine machen, wir werden unsere Wahlkreise anschauen und versuchen, da auf uns aufmerksam zu machen, wo wir Nachholbedarf haben.“

Nicht sonderlich glücklich

Sein Konkurrent von der SPD zeigte sich ob der erreichten 29,2 Prozent nicht sonderlich glücklich. „Ich habe schon mit etwas mehr gerechnet. Überraschend finde ich den deutlichen Vorsprung von Herr Kraußer“, bilanzierte Pfeiffer und machte keinen Hehl daraus, für die Stichwahl am 29. März wenig Chancen für sich zu sehen: „Die Zahlen sprechen für sich. Selbst wenn jetzt alle FW-Wähler zu uns kommen, würden wir auf 55 Prozent kommen. Ich rechne mit einem Ergebnis von 60 zu 40 Prozent für Thomas Kraußer.“

Die große Überraschung des Abends in Leinburg war das schwache Abschneiden von Hubert Galozy. Der im Vorfeld hochgehandelte Freie Wähler erreichte nur 26,2 Prozent der Stimmen und suchte nach Erklärungsversuchen. „Ich bin natürlich sehr enttäuscht. Die Stichwahl war das Minimalziel. Ich finde es schade, wenn man ein Programm hat und sich drei Wochen lang an den Haustüren bekannt macht, dass man das nicht honoriert bekommt. Es wurde nicht nach Inhalt, sondern nach Persönlichkeit gewählt“, kommentierte Galozy das Ergebnis.

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N-Land Daniel Frasch
Daniel Frasch