Gemeinderat

Neue Beitragssatzung für Abwasser in Kirchensittenbach

Die Kläranlage bei Unterkrumbach ist schon lange saniert und erneuert worden. Nach erfolgter Abrechnung kommen auf die Grundstückseigentümer nun die endgültigen Bescheide zu. | Foto: E. Bodendörfer2020/07/redweb20200719-171901.jpg

KIRCHENSITTENBACH – Die Lockerungen machen es möglich. Trotz der Corona-Pandemie gibt es in der Gemeinde Kirchensittenbach auch in diesem Jahr ein Ferienprogramm. Außerdem müssen Haus- und Grundeigentümer mit endgültigen Abrechnungsbescheiden infolge der Sanierung der Abwasserbeseitigungsanlagen im unteren Sittenbachtal rechnen. Um diese Themen ging es unter anderem in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Bei der Sanierung der Kläranlage in Unterkrumbach mit Bau von Überlaufbecken sowie bei einzelnen Kanalerneuerungsmaßnahmen beispielsweise im Zuge der Dorferneuerung Kleedorf, in der Stöppacher Straße und im Auweg in Kirchensittenbach sowie beim Verlegen eines Freispiegelkanals zwischen Morsbrunn und Dietershofen sind Kosten von fast 3,3 Millionen Euro entstanden. Diese werden auf die Grundstückseigner umgelegt. Ein Teil der angefallenen Kosten ist bereits durch Raten mit einem vorläufigen Beitrag beglichen worden.

Nun ist noch eine Restzahlung fällig, weil der endgültige Beitragssatz im Rahmen einer Beitrags- und Gebührensatzung festgelegt werden konnte. Dieser beträgt 1,46 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche und 8,85 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche. Betroffen von den zusätzlichen Zahlungen sind die Ortsteile Morsbrunn, Dietershofen, Kirchensittenbach, Aspertshofen, Stöppach, Kleedorf, Hopfengartenmühle, Unter- und Oberkrumbach.

Noch Plätze frei

Mit den Vereinen, Verbänden, Firmen und vielen Ehrenamtlichen konnte die Gemeindeverwaltung wieder ein Ferienprogramm mit einer bunten Palette aus den Bereichen Sport, Spiel, Kreativität, Ausflüge und Abenteuer zusammenstellen. Alle Kinder und Jugendlichen zwischen vier und 15 Jahren bekamen das Programm ausgeteilt. Anmeldeschluss war bereits. Viele Termine waren schnell ausgebucht. Doch bei einigen Veranstaltungen sind noch Plätze frei. Interessenten können sich bei der Gemeindeverwaltung melden.

Außerdem wurden in der jüngsten Sitzung noch einige Posten vergeben. Neue Jugendbeauftragte sind die Gemeinderäte Julia Dietrich und Tina Falkner sowie Bernd Fuchs. Als Seniorenbeauftragte wurde wiederholt die ehemalige Gemeinderätin Lisbeth Stiegler ernannt. Behindertenbeauftragte sind Sibylle Zimmermann und die ehemalige Gemeinderätin Regine Hahn-Schuller.

Kein Seniorenheim

Weiter hat der Gemeinderat nun endgültig beschlossen, dass auf einer Wiese in Aspertshofen ein Baugebiet mit zirka 12 Parzellen erschlossen werden soll. Die Pläne für ein Seniorenheim an dieser Stelle sind jetzt vom Tisch.

Beim Frühmesserhaus in Kirchensittenbach wurde die Auftragsvergabe für die Tragwerksplanung und die Erstellung eines Brandschutznachweises beschlossen. Danach kann das Projekt in die Ausschreibung gehen.
Gegen den Bauantrag auf einen Biergartenbetrieb für 52 Gäste in der Obermühle bei Algersdorf gab es von Seiten des Gemeinderats nichts einzuwenden.


Da der Salzstreuer, der an den gemeindeeigenen Traktor angeschlossen wird, in die Jahre gekommen ist, braucht die Gemeinde einen neuen. Eine entsprechende Auftragsvergabe wurde in der Sitzung ebenso beschlossen. Beim Neubau des Kindergartens geht es in großen Schritten voran. Der Umzug in den Neubau ist am 6. August geplant. Danach ist die Einrichtung für drei Wochen geschlossen. In dieser Zeit wird die Kinderkrippe im Altbau noch umgebaut, so dass zum Beginn des neuen Kindergartenjahres alles fertig sein wird.

Acht Abschiede

Im feierlichen Rahmen ist die Verabschiedung der ausgeschiedenen Gemeinderäte coronabedingt erst jetzt bei einem gemeinsamen Essen in Kleedorf über die Bühne gegangen. Bürgermeister Klaus Albrecht und Geschäftsleiter Andreas Funk dankten den ehemaligen Räten für die gute Zusammenarbeit. Verabschiedet wurden Reinhold Albert, der von 1996 bis 2019 im Gemeinderat war und 2017 die Kommunale Dankurkunde überreicht bekam ebenso wie Michael Schönhöfer (seit 1996 – 2020). Weitere langjährige Räte waren Robert Müller (seit 2001), Helmut Knodt (seit 2002), Elisabeth Stiegler (seit 2008), Jochen Gerstacker (seit 2011), Andreas Pörner (seit 2014) und Brigitte Scharrer (seit 2014).

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