Gemeinderat Kirchensittenbach

Das „Ja-Wort“ hoch droben hauchen

Im Burgstübchen auf Burg Hohenstein (rechts) können sich Heiratswillige künftig trauen lassen. Archivfoto: Elke Bodendörfer2015/06/5_2_1_2_20150604_HOCHZEIT.jpg

KIRCHENSITTENBACH – Für den schönsten Tag ihres Lebens suchen sich heiratswillige Paare gerne besonders romantische Plätze aus. Diesem Trend will die Gemeinde Kirchensittenbach entgegenkommen. Ab sofort sind standesamtliche Eheschließungen und Eintragungen von Lebenspartnerschaften auch auf der Burg Hohenstein möglich.

Der Gemeinderat stimmte einer dafür erforderlichen Widmung zu. Es gibt eine entsprechende Nutzungsvereinbarung mit dem Verschönerungsverein Hohenstein, der sich um die Belange rund um die Burg kümmert. 150 Euro zusätzlich zu den Standesamtgebühren sind für eine Trauung im historischen Burgstübchen zu berappen. Dort ist für maximal 25 Personen Platz. Interessenten können sich bei der Gemeindeverwaltung Kirchensittenbach melden.

Dort gibt es in letzter Zeit auch vermehrt Anfragen nach Bauplätzen. Das Gebiet Hanau in Aspertshofen ist mittlerweile voll. Nun soll ein weiteres Baugebiet oberhalb des Rathauses in Kirchensittenbach erschlossen werden. Auf der rund drei Hektar großen Fläche könnten bis zu 20 Parzellen entstehen. Das Bauingenieurbüro Team 4 aus Nürnberg hat dazu bereits neben einem anderen Bieter ein Angebot für die Erstellung eines Bebauungsplans abgegeben. Der Gemeinderat bevorzugte die billigere Variante des Nürnberger Büros. Als mögliches weiteres Baugebiet gilt der Hang am südlichen Ortseingang von Kirchensittenbach oberhalb des alten Postwegs. Hier gebe es allerdings Probleme mit einer geeigneten Zufahrt, gab Bürgermeister Klaus Albrecht zu bedenken. Aber man wolle dieses Gebiet keinesfalls aus den Augen verlieren.

Weiter präsentierte Ingenieur Michael Steinbauer die Ergebnisse der Kamerabefahrung, mittels der die maroden Stellen des Abwassernetzes ermittelt werden sollten. Bereits 2011 wurden sechs Kilometer befahren, jetzt waren noch mal 12 Kilometer dran. Auf insgesamt 319 Meter Länge summieren sich die Schäden, die umgehend ausgebessert werden müssen, sonst bestehe Einsturzgefahr. Extreme Schäden an den Rohrleitungen, undichte Schächte und dadurch bedingte Wassereintritte gebe es fast in allen Ortsteilen, die an die Kläranlage Sittenbachtal angeschlossen sind, so der Ingenieur.

Er drängte darauf, diese extremen Stellen gleich noch in diesem Jahr anzugehen. Nach einer schnellen beschränkten Ausschreibung könnten die Arbeiten bereits im Herbst dieses Jahres erfolgen. Dazu sei kein Aufgraben nötig, sondern es könne mit dem sogenannten Inliner-Verfahren und mit Rohrschellen gearbeitet werden. In den Folgejahren müssten nach und nach die weiteren schadhaften Stellen ausgebessert werden.

Abschließend informierte Bürgermeister Albrecht über den Fortgang der Arbeiten an den diversen Baustellen im Gemeindegebiet. So soll die Brücke in der Dorfstraße in Kirchensittenbach am 18. und 19. Juni asphaltiert werden. Eine Einweihung könnte dann eventuell an der Kirchweih Anfang Juli stattfinden. Noch schneller geht es in Aspertshofen voran. Dort rücken am 8. Juni die Straßenfertiger an. Auch die Neugestaltung des Kirchplatzes ist fast abgeschlossen. Die Ausschreibung für die Sanierung des Bachs in Kleedorf ist erfolgt. Bis Ende Juli soll alles fertig sein.

Weiter gehen auch die Kanalsanierungsarbeiten in Kirchensittenbach. Damit die Stöppacher Straße zumindest teilweise noch befahrbar ist, sollen immer wieder Metallplatten über offene Stellen gelegt werden.

N-Land Elke Bodendörfer
Elke Bodendörfer