Hersbrucker Kinderfest

„Kinder einer Welt“

HERSBRUCK – Das Hersbrucker Kinderfest fand am Dienstag bei Traumwetter statt. Unter dem Titel „Wir sind Kinder einer Welt“ erinnerten die 370 Erst- bis Viertklässer die Zuschauer am Michelsberg eindrucksvoll daran, worauf die Welt trotz Kriege, Flucht, Not und Alltagsdruck hoffen kann: auf Kinder, die als eine Menschheit kooperieren.

Beim Finale hatten noch einmal alle Grundschüler eine Bühne: Für den Tanz zu „We are the world“ benötigten sie den gesamten Platz am Michelsberg. Vorher hatten sie in sieben Tänzen gezeigt, dass im Grunde doch alle die gleichen menschlichen Grundbedürfnisse haben. Jeder möchte Geborgenheit, Sicherheit und Rechte haben, wie Schulleiterin Ruth Schneider anfangs erläuterte. Sie moderierte das Programm.

Fröhlichkeit dominierte, zum Beispiel bei Tänzen zu Pharrell Williams „Happy“ und Shakiras „Waka Waka“. Nachdenklich stimmte die Performance der 4c und 4d. Sie führten einen von negativen Emotionen bestimmten Erwachsenen-Alltag vor und zu Birdys „People help the people“ die Lösung: Sie zogen die schwarzen T-Shirts aus und bildeten mit bunten Oberteilen eine Gemeinschaft.

Bürgermeister Robert Ilg freute sich, dass es gelingt, „diese Traditionsveranstaltung aufrecht zu erhalten“. Und er freute sich über noch etwas: George Meister von Fairtrade Deutschland verlieh der Grete-Schickedanz-Grundschule am Festplatz den Titel Fair-Trade-Schule. Diese Auszeichnung, die nach zwei Jahren erneuert werden muss, gibt es nicht geschenkt. Sie ist der Lohn dafür, dass sich die Schule intensiv mit der Thematik, den Produktionsbedingungen in armen Ländern, auseinandersetzt. Dies geschehe vielfältig, bestätigte Meister.

So setzt ein Team um die Lehrerinnen Kathrin Buchner und Saskia Böllet den Gedanken in der Schule um. Im Lehrerzimmer gibt es zum Beispiel fairen Kaffee, die Schüler befassen sich mit den Themen. Ein Ergebnis war beim Kinderfest zu sehen: Die 4d stellte dar, dass Kinder in Deutschland alles haben können im Gegensatz zu einem gleichaltrigen Inder. Bürgermeister Robert Ilg freute sich: Hersbruck wolle sich nicht mit dem Titel „Fairtrade“-Stadt schmücken, sondern den Gedanken weitertragen. Die Grundschule tue genau das.

Hier geht’s zur Bildergalerie.

N-Land Michael Scholz
Michael Scholz