Richtfest am Altstadt-Carré

„Nachverdichtung“ ist gelungen

Herbert Kohl (M.), Jörg Maisel und Peter Uschalt (r.) feierten mit Handwerkern, Investoren, Anwohnern, Stadträten und Ehrengästen das Richtfest für den zweiten Bauabschnitt des Hersbrucker Altstadt-Carrés. | Foto: J. Ruppert2019/06/Richtfest.jpg

HERSBRUCK – „Die Maurer hoben aus den Grund, der Bau, er wuchs von Stund zu Stund“, sagte Herbert Kohl aus luftiger Höhe. Im Dachgeschoss des zweiten Alt-stadt-Carré-Komplexes hat der Zimmerer mit dem Richtspruch die nächste Phase der Fertigstellung eingeläutet. „Ein gelungenes Projekt“, bescheinigte zweiter Bürgermeister Peter Uschalt der „Nachverdichtung“ auf dem ehemaligen Schickedanz-Areal im Herzen Hersbrucks.

Die Gesamtinvestition beträgt 16 Millionen Euro, sagte Maisel-Geschäftsführer Jörg Maisel bei der Feier, zu der Investoren, künftige Bewohner, Anwohner, Stadträte, darunter die Fraktionssprecher Jürgen Amann, Stephan Krimm und Götz Reichel, Verwaltung mit Stadtbaumeister Lothar Grimm an der Spitze, Handwerker und andere kamen. Insgesamt entstehen 48 Wohnungen und – in einer Tiefgarage – 53 Stellplätze. Die 24 Domizile des ersten Bauabschnitts sind längst bezogen. Ungefähr seit Juli 2018 laufen die Arbeiten der zweiten Hälfte. Bis Ende dieses Jahres soll alles fertig sein.

Applaus für Bauleute

11.000 Tonnen Erde, 2800 Kubikmeter Beton, 320 Tonnen Stahl und 600 Kubikmeter Mauerwerk wurden seitdem bewegt, informierte Jörg Maisel die Richtfestgäste. Die Bauleute erhielten dafür einen Applaus. Herbert Kohl trank zusammen mit Polier Johnny Wohlert ein Gläschen Wein auf den Fleiß seiner Mannschaft.

Juniorchef Jörg Maisel von der Hohenstädter Firma Maisel wies auf die ökologische Bauweise hin. Außen wurden Kalksandstein und Mineralwolle und kein Styropor verwendet, innen Kalkputz und mineralische, atmungsaktive Farben. Die Wärme kommt über das neue Fernnetz der Hewa. Im Innenhof entsteht eine kleine Wasserlandschaft inmitten von Grün und Begegnungszonen.

„Richtige Entscheidung“

„Der Stadtrat hat seinerzeit die richtige Entscheidung getroffen“, blickte Peter Uschalt auf die 
Anfänge des Vorhabens zurück. 
Bekanntlich hatte es auch ablehnende Stimmen gegeben. Schließlich ging es um ein Filetstück am 
Rand der Hersbrucker Innen-
stadt.

„So mancher Kritiker von damals bewertet das Objekt jetzt sehr wohlwollend“, sagte der zweite Bürgermeister und dankte der Firma Maisel für einige Kompromisse bei der Planung.

Die 48 Eigentumswohnungen sind alle verkauft. Peter Uschalt hofft, dass sich mit der Firma Maisel „als verlässlichem Partner“ das Vorhaben Ärztehaus im Posthof ebenfalls verwirklichen lässt. Wenn im Altstadt-Carré die Arbeiten beendet sind, folgt die Umgestaltung der Gustav-Schickedanz-Straße. Dann wird auch der Wunsch der Bewohner des angrenzenden betreuten Wohnens nach einem barrierefreien Weg ins Zentrum erfüllt.

N-Land Jürgen Ruppert
Jürgen Ruppert