33. Hersbrucker Eselrennen

Langohren im Rennfieber

Schon im pfeilschnellen Vorlauf zeigte Kyara aus dem Gestüt von Daniela Seitz in Lichtenegg (links) gegen Esel Cäsar aus Kersbach, dass sie zu den Favoriten unter den Grautieren gehört. Foto: A. Pitsch2013/08/5_2_1_2_20130805_ESEL.jpg

HERSBRUCK – Die Treiber schnauften, die Tiere bockten, rannten oder spazierten, und die zahlreichen Zuschauer hatten zum 33. Mal ein „tierisches Vergnügen“, wie es Thomas Paul, Vorsitzender des ausrichtenden FC Hersbruck, nannte, vor Augen: Das Hersbrucker Eselrennen bot neben jeder Menge Spaß auch sportliche Höchstleistungen von Mensch und Langohr.

Wer vor den vier Vorrundenläufen à drei Runden von 200 Metern noch Zeit hatte, verschaffte sich – vielleicht für die ein oder andere private Wette – einen Eindruck von den Hauptakteuren im Rennesellager. Während die Neugierigen die Kameras zückten, standen die Grautiere noch entspannt im Schatten, grasten oder ließen sich mit zärtlichen Pflegeeinheiten verwöhnen – alles beobachtet vom Bayerischen Rundfunk, von Bürgermeister Robert Ilg, der Schirmherr Landrat Armin Kroder vertrat, und Sparkassen-Vorsitzendem Matthias Benk, der den „Club“ mit einer Spende für die Jugendarbeit bedachte.

Bevor das „Ascot der Esel“ seinem Namen alle Ehre machen sollte, gab die Vorstellungsrunde, bei der sich laut des wortwitzigen Moderators Axel Frauenholz jeder seinen Lieblingsesel aussuchen sollte, einen ersten Vorgeschmack auf die Kuriositäten des Nachmittags: Sarah legte da schon eine Pause ein, um sich ein letztes Mal am Rasen zu stärken.

Ein Herz für Anton

Danach hatten die eigenwilligen Grautiere und ihre Treiber alle Facetten im Angebot: vom gemütlichen Spaziergang und Anschieben über liebestolle Pausen und Eselverluste bis hin zu viel Speed. Wobei man sich da manchmal fragte, wer hier denn nun wen zieht…

Über Vor- und Hoffnungsläufe zogen letztlich Kyara, Lina (beide Seitz, Lichtenegg), Cäsar (Schuster, Kersbach) und „Import-Esel“ Anton aus Stuttgart ins Finale ein. Letzteren hatten die Kicker des FC Hersbruck, die Treiber, ins Herz geschlossen: Nach jedem Rennen gab es Streicheleinheiten und Lob ins lange Ohr geflüstert. Trotzdem sprang unter erschwerten Bedingungen – ein Gewitter machte das Geläuf sehr glitschig – nur Platz drei heraus, vor Cäsar. Vorne war Kyara vor Lina einem Start-Ziel-Sieg wahrlich entgegengerannt.

Mit dem Triumph im Eselreiten, das Lina vor Floh, Charly und Molly gewann, fuhr das Lichtenegger Gestüt einen Doppelerfolg ein.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren