Bauarbeiten im Eisenhüttlein zu Ende

Eine Bank am Gänsturm

Das Foto zeigt Schorsch Hutzler (Zweiter von links), neben ihm Helmut Süß, Phil Sittenham und Paul Graf2014/10/steinbank.jpg

HERSBRUCK – Hersbruck und seine Steinbänke, das ist nicht nur seit dem kleinen Desaster am Deutschen Hirtenmuseum der Stadt Hersbruck ein ganz eigenes Thema. Früher standen die schmalen Bänke vor vielen Haustüren, heutzutage sind sie sehr selten geworden. Das ist ein Fall für die Altstadtfreunde. Sie haben jetzt unter den Gänsturm am Eisenhüttlein wieder eine Steinbank gestellt.

Richard Kraut ist Steinmetzmeister, er hat die Sache in die Hand genommen. Er besorgte durch die Vermittlung der Firma Erdbau Hartmann in Oed einen Dolomitstein, der vor etwa 160 Jahren aus dem Jura herausgebrochen wurde. Die 1,40 Meter lange Steinbank wurde von der Firma KochNatursteinwerk in Vorra an zwei Seiten geschliffen, so dass die Sitzfläche nun glatt ist und ein marmorähnliches Aussehen bekommen hat. Der frostsichere Stein wurde durch Richard Kraut fachmännisch vorbereitet.

Mit Hilfe eines Kranwagens vom städtischen Bauhof wurde die Bank nun aufgestellt. Nun steht an dieser Stelle seit 80 Jahren wieder eine Ruhestätte. Der Vorsitzende der Altstadtfreunde, Georg „Schorsch“ Hutzler, freute sich darüber und lobte in seiner Rede – wie auch Helmut Süß – das Engagement des Steinmetzes. „Das war eine ganz tolle Arbeit.“ Und auf diese Arbeit hoben alle ihr Bierkrüge: Der Verein hatte ein Fässchen besorgt, ein Klarinettist spielte Volkslieder – fast so wie früher.

Übrigens: Die Bauarbeiten am Eisenhüttlein sind abgeschlossen. Das heißt, dass das Nürnberger Tor nicht mehr in Richtung Innenstadt befahren werden darf!

N-Land Susanne Will
Susanne Will