30 Minuten mit der HZ

Anna und Tina Sollner und die „Fridays for Future“

Anna und Tina Sollner (rechts) liegt der Umweltschutz am Herzen. | Foto: Z. Mayer2019/08/DSC_0864.jpeg

HERSBRUCKER SCHWEIZ – Endlich Ferien. Endlich Zeit für sich selbst, für Familie, für Freunde. Auch wir in der HZ-Redaktion nehmen uns jetzt immer mal wieder eine kleine Auszeit und tun das, was wir am liebsten machen: mit Leuten ins Gespräch kommen und uns ihre Geschichten erzählen lassen. Heute: 30 Minuten mit den Geschwistern Anna (17 Jahre) und Tina Sollner (15 Jahre), die sich bei der Bewegung „Fridays for Future“ engagieren.

Ihr habt bei den „Fridays for Future“-Demonstrationen mitgemacht und dafür sogar die Schule geschwänzt. Was hat euer Direktor dazu gesagt?

Anna Sollner: Wir haben unserem Direktor im Vorfeld einen Brief geschrieben. Er fand unsere Beweggründe gut und hat uns unterstützt.

Jetzt ist die Schule aus. Ist damit auch euer Engagement für „Fridays for Future“ vorbei?

Anna Sollner: Überhaupt nicht. Man kann auch in den Ferien etwas tun und auf Demonstrationen gehen. Außerdem hilft es, wenn jeder Einzelne etwas bei sich ändert, man muss nicht immer groß demonstrieren.

Tina Sollner: „Kleine“ Sachen können auch schon viel bewirken, wie den Bus oder den Zug zu nehmen oder öfter mit dem Fahrrad zu fahren.

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Habt ihr euch auch schon vor den ganzen Demos mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz beschäftigt?

Tina Sollner: Ich war vorher Vegetarierin, habe mich aber sonst nicht weiter mit dem Thema befasst. Mir war vorher einfach noch nicht klar, wie groß das Problem Klimawandel wirklich ist.

Anna Sollner: Ich habe mich auch schon vorher mit den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit beschäftigt. Über die sozialen Medien habe ich davon erfahren und dann selber versucht, meinen Teil zum Klimaschutz beizutragen, wie etwa Plastik zu vermeiden oder mehr Bioprodukte zu kaufen.

Was hat „Fridays for Future“ bei euch bewirkt?

Tina Sollner: Seit „Fridays for Future“ haben wir uns noch mehr auf Nachhaltigkeit umgestellt. Statt vegetarisch ernähre ich mich seitdem vegan.

Holz statt Plastik

Anna Sollner: Wir versuchen auch bei uns zu Hause im Alltag mehr auf die Umwelt zu achten. Unsere Plastikzahnbürsten haben wir zum Beispiel durch Zahnbürsten aus Holz ersetzt.

Sollten Umweltschutz und Nachhaltigkeit mehr in der Schule behandelt werden?

Anna Sollner: Ja, auf jeden Fall. Wir hatten zwar Projekttage mit den Themen, aber da wurde nicht alles angesprochen, was ich mir gewünscht hätte, wie etwa der Fleischkonsum.

Tina Sollner: Ich schließe mich da an. In der Schule, vor allem am Gymnasium lernt man Dinge, die man meiner Meinung nach eher nicht für das Leben braucht. Gerade in der heutigen Zeit ist der Klimawandel ein wichtiges Thema. Wir sollten unsere Prioritäten anders setzen.

Anna Sollner: Wir müssen jetzt etwas ändern. Es geht um unsere Zukunft. Noch ist es nicht zu spät.

Interview: Zoe Mayer

N-Land Hersbrucker Zeitung
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