Gemeinderatssitzung

Viele Beschlüsse für Hartenstein

Das „alte“ Hartensteiner Feuerwehrfahrzeug beim Waldbrand in Enzendorf im Sommer 2019. | Foto: Foto: S. Fuchs2021/04/redwebFF-Hartenstein-bei-Waldbrand-Enzen.jpg

HARTENSTEIN – Vor allem die Vergabe der Ausschreibung für ein neues Feuerwehrfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr Hartenstein verfolgten die in der öffentlichen Gemeinderatssitzung anwesenden Wehrmänner mit Aufmerksamkeit. Zudem wurden Anschaffungen für den Bauhof vergeben und der Einstieg in die „Bayerische Gigabit-Richtlinie“ beschlossen.

Für die Hartensteiner Wehr soll ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 3000 angeschafft werden. Die Kosten dafür liegen derzeit bei rund 375 000 Euro. Der Gemeinderat vergab ohne Debatte die Ausschreibungsdienstleistung zur Anschaffung für 3990 Euro netto. Das TLF 3000 St ist vorrangig zur Bereitstellung einer größeren Wassermenge wie auch für den Nachschub von Löschwasser, insbesondere in wasserarmen Gebieten und abseits befestigter Straßen, konzipiert.

Ausführlich erläuterte Ralph Haberberger, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft, den möglichen Einstieg der Gemeinde in das Förderprogramm „Bayerische Gigabit-Richtlinien“. Wie in einem Schreiben des Freistaates ausgeführt wird, stünde Hartenstein ein Förderhöchstbetrag von 5000 Euro je Adresse im „grauen NGA-Flecken“ (bereits mit mindestens 30 Mbit/s versorgt) und 14 000 Euro je Adresse im „weißen NGA-Flecken“ (unter 30 Mbit/s) bei einem Fördersatz von 90 Prozent zur Verfügung.

Mehr Breitband

Und bei einer Härtefallregelung könnten finanzschwache Kommunen zusätzlich unterstützt werden. Maximal könnte Hartenstein sechs Millionen Euro abrufen. Ziel der Breitbandförderung sei „ein Glasfaseranschluss in jedes Wohnhaus“, so Haberberger. Ohne längere Aussprache beschloss das Gremium den vorgeschlagenen Einstieg im Rahmen des Förderverfahrens Bayerische Gigabitrichtlinie (BayGibitR) in die Markterkundung. Das Planungsbüro Schröder aus Kammerstein wurde auf Stundenbasis für die notwendige Begleitung beauftragt.

Für den gemeindlichen Bauhof gibt es zwei neue Ersatzbeschaffungen: ein Leck-Ortungsgerät für die Wasserversorgung (Preis rund 5700 Euro) sowie eine neue Rüttelplatte der „500-kg-Klasse“, wie Bürgermeister Hannes Loos betonte, für rund 10 000 Euro.

Alle Wanderwege rund um Hartenstein wurden vor kurzem von einer Fachfirma geprüft und die Wege vom Fränkischen Albverein (FAV) gepflegt, zum Beispiel wurden Hinweisschilder erneuert und Markierungen ausgebessert. Am Kindergartengebäude war vor kurzem Baubeginn für die Dachsanierung, laut einem Angebot aus dem Vorjahr betragen die Kosten rund 44 000 Euro. Abschließend wies Loos auf die laufenden Vermessungen an der Burgmauer hin. Mit den gesetzten Vermessungspunkten wird regelmäßig die Statik des alten Gemäuers geprüft.

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