Günthersbühler durften feiern

Endlich wieder Kirchweih

Fast so wie immer: Zur Musik der Band "Dochrinna" wurde am Freitagabend Party gemacht. In der Mitte Carina Felßner, die die Kirchweih federführend organisiert hatte. | Foto: Decombe2021/10/Kirchweih_G_nthersb_hl_Festzelt_Party_Dochrinna_dd__JPG-crop-scaled.jpg

Günthersbühl – Die Letzten werden die Ersten sein, heißt es, und so war die eigentlich letzte Kirchweih des Jahres im PZ-Gebiet, nämlich die im Laufer Ortsteil Günthersbühl, in der Tat die erste, die 2021 stattfinden durfte.

Und das nicht zuletzt durch das außerordentlich starke Engagement der Kirwa-Burschen und Kirchwa-Madla rund um Vorsitzende Carina Felßner. Denn die Zeit war sehr knapp. Als alle genehmigenden Instanzen ihr grünes Licht für die Veranstaltung gegeben hatten, hatte der Kirchweihverein nur noch eine Woche, um alles zu organisieren. Eine große Telefonaktion wurde gestartet, alle mussten mithelfen.

Zum Zeltaufbau hatten viele Berufstätige extra einen Urlaubstag genommen. Kurzfristig sagten die Brauerei Wiethaler und der Metzgerimbiss Giering aus Neunhof sowie drei Bands zu. Nur für ausreichend Werbung reichte die Zeit nicht mehr aus. Nichtsdestotrotz wurden rund 300 Besucher bereits beim Auftakt am Freitagabend gezählt.

Sogar zwei Kirchweihbäume, ein großer und ein kleiner, wurden am Samstag aufgestellt. | Foto: Decombe2021/10/Kirchweih_G_nthersb_hl_Baumaufstellen_dd-crop-scaled.jpg

 

Die lückenlose Kontrolle der 3G-Regel durch die Security führte zu einem kleinen Engpass am Eingang, wo sich hin und wieder ein kurzer Stau bildete. QR-Code, Personalausweis, Kontaktdaten eintragen beziehungsweise Luca-App, Kontrollarmband: Keiner kam drum herum, aber dafür konnten alle erstmals wieder eine wirkliche Kirchweih feiern. Darüber freute sich vor allem Carina Felßner bei der Begrüßung der Gäste. Die strenge 3G-Prozedur nahmen alle nach so lange Zeit der Entbehrung gern in Kauf.

Laufs Bürgermeister Thomas Lang, der den Bieranstich mit Wiethaler-Braumeister Andreas Dorn übernahm, und Landrat Armin Kroder freuten sich ebenfalls sichtlich, wieder miteinander feiern zu dürfen und lobten die Leistung der Günthersbühler Kirchweih-Burschen und -Madla, die in so kurzer Zeit so viel auf die Beine gestellt zu haben. Unter den Gästen befanden sich eine Reihe von Stadträten sowie Mitglieder von benachbarten Kirchweihvereinen.

Zu den Programmpunkten zählten das große und das kleine Baumaufstellen unter dem Kommando von Günther Felßner für die Kirchweih-Burschen und die Kinder, außerdem gab es Live-Partymusik im Zelt, einen Festgottesdienst, Frühschoppen und Baumaustanzen.

Am Sonntagnachmittag zog Carina Felßner eine erste kleine Bilanz. „Der Zusammenhalt im Ort war überragend.“ Jung und Alt hätten zusammen geholfen, um das Fest auf die Beine zu stellen. Nach der kurzfristigen Vorbereitung sei der Bieranstich für sie ein „Gänsehautmoment“ gewesen. Mit dem Besuch zeigte sie sich ebenfalls zufrieden.

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