Rückkehr nach Lauf und Ottensoos

Die Störche sind wieder da

Bei den Störchen Anna und Winfried in Ottensoos wird schon kräftig „geturtelt“. | Foto: Klausen2019/03/5.AnnaWinfried-Ottensoos.jpg

LAUF/OTTENSOOS — Störchin Johanna ist am Donnerstagmorgen von ihrem Winterquartier gesund und munter nach Lauf zurückgekehrt. Partner Karl folgte ihr einen Tag später, was bei Störchen ungewöhnlich ist. Auch in Ottensoos haben sich Anna und Winfried im vertrauten Horst eingerichtet.

Johanna bezog in der Früh ihr Nest am Marktplatz. Die Meldung erreichte Storchenliebhaberin Tina Klausen, die vor Ort die Ringnummer mit großer Wiedersehensfreude ablesen konnte. Die Störchin trägt ihren „Personalausweis“, einen sogenannten schwarzen Elsa–Ring, am linken Bein immer mit sich. Anhand dieses Rings mit der Nummer DER AJ 114 ist ihre Identität zweifelsfrei feststellbar.

Ihr Partner Karl mit der Ringnummer DER A 6101 folgte ihr am Freitagmorgen. Es ist für Störche recht ungewöhnlich, dass das Weibchen zuerst ankommt. Normalerweise sind es die Männchen, die den Horst zuerst besetzen und den „Frühjahrs­putz“ übernehmen.

Die Laufer Störchin Johanna räumt schon mal auf im Nest. | Foto: Klausen2019/03/2.Johanna-Lauf-raumt-auf.jpg

Diese Aufgabe fiel nun der Störchin zu, die sich sofort am Horst zu schaffen machte und ihn gründlich renovierte. Im vergangenen Jahr kam das Laufer Storchenpaar zusammen am 7. März auf den Horst zurück.

Frühlingsgeturtel in Ottensoos

Auch Anna und Winfried aus Ottensoos haben bereits Frühlingsgefühle und sind fleißig mit der Nestrestaurierung beschäftigt. „Geturtelt“ wurde auch schon, aber für die Eiablage ist es noch zu früh. Vielmehr sind die ersten Paarungen ein Zeichen für die Nest- und Partnerbindung. Außerdem demonstrieren sie vorbeiziehenden Störchen, die nach und nach aus ihren Winterquartieren zurückkommen, dass dieser Horst bereits besetzt ist. 

N-Land Tina Klausen
Tina Klausen