Waldcamp zum geplanten ICE-Werk

Bürgerinitiativen wehren sich weiter gegen die Pläne der Bahn

Mitglieder der örtlichen Bürgerinitiativen im Gespräch mit Bürgermeister Jörg Kotzur (3. von rechts). | Foto: privat2022/10/a493016421i0010_max1024x.jpeg

FEUCHT – Bürgerinitiativen in Feucht, Wendelstein und Harrlach wehren sich weiter gegen die Pläne der Bahn. Die aktiven Mitglieder der Weißensee-Siedlung, des Bündnisses „Kein ICE-Werk im Reichswald“ und der BI-Reichswald bleibt haben ein informatives Waldcamp-Wochenende veranstaltet.

Gerade von jungen Familien mit Kindern wurden die angebotenen Aktivitäten begeistert angenommen. Wie wertvoll das vorhandene Waldökosystem tatsächlich ist, konnten viele bei den geführten Fahrradtouren, den Kräuterwanderungen oder der von Heinz Neudert vom LBV und Sebastian Haas, Dipl. Biologe, durchgeführten Fledermausführung erfahren.

Die häufig gestellte Frage „Warum muss das ICE-Werk gerade hier gebaut werden?“ konnte immer nur damit beantwortet werden, dass die politischen Vertreter der Stadt Nürnberg dieses ICE-Werk nach Nürnberg geholt hatten, nach heftigen Bürgerprotesten dieses aber nach Feucht beziehungsweise Harrlach weitergeschoben haben. Aktuell sehen die Vertreter der Stadt Nürnberg deshalb auch keinerlei Gesprächsbedarf mehr zu den gravierenden Auswirkungen auf Feucht, Röthenbach, Harrlach, aber auch für die Nürnberger Bevölkerung, wenn dieses ICE-Werk tatsächlich gebaut werden sollte.

Intransparente Planungen

Im Rahmen der Vortragsreihe wurden von Andreas Teichert (BI-Reichswald bleibt) die intransparenten und damit die nach wie vor nicht nachvollziehbaren Planungsaktivitäten der Deutschen Bahn beschrieben. Verena Masopust von der BI-Harrlach stellte nochmals die enorm wichtige Bedeutung der natürlichen Grundwasserbildung im Harrlacher Wald für die zuverlässige Versorgung der Bevölkerung mit unserem wichtigsten Lebensmittel Trinkwasser heraus.

Albrecht Röttger vom BN-Nürnberg referierte ein weiteres Mal über die Standortalternative am Nürnberger Hafen, die zunächst die gewünschte Lösung zu sein schien. Letztendlich aber durch den Nürnberger Stadtrat und die Hafenverwaltung wieder leichtfertig verworfen wurde. Der BN verfolgt aber weiter diesen Standort, der mit entsprechender Planung möglich wäre.

Die Botschaft von Dr. Günter Breitenbach in seiner Andachtsansprache war eindeutig: Gott hat diesen Wald geschaffen, um den Menschen Ruhe, Erholung und Lebensqualität zu schenken. Der Wald ist damit nicht für das ICE-Werk bestimmt. Der Bürgermeister von Wendelstein, Werner Langhans, wählte diesen Programmpunkt für seinen Besuch und betonte in einer anschließenden Diskussion nochmals den Schutz des Waldes.

Jörg Kotzur, Bürgermeister von Feucht, sprach sich lobend über den Einsatz des Bündnisses aus.

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