Heißer Musiktreff-Sonntag

Bühne für heimische Musiker

"The Black Notes" am oberen Markt. | Foto: Michael Scholz2017/05/DSC_5509.jpg

HERSBRUCK – Die achte Ausgabe des Musiktreffs litt am Sonntag ein wenig unter dem heißen Wetter. Erst als sich mehr Schatten bot, kam mehr Publikum, so dass sich Zweiter Bürgermeister Peter Uschalt mit seinen Eröffnungsworten durchaus bestätigt sehen kann: „Wir haben eine lebendige Stadt.“ Hier geht es zur Bildergalerie.

Hauptorganisator Volker Bader hatte im Vorfeld von einem „kleinen Bardentreffen“ als Ziel gesprochen. Uschalt griff dies auf: „Da sind wir auf einem guten Weg“, meinte er. Klaus Rostek vom Hauptsponsor Raiffeisenbank lobte die „schöne Geschichte“, der Musiktreff sei eine „ganz tolle“ Veranstaltung. Bewusst flapsig leitete er über zu den „Black Notes“, die nach den Reden den Musiksonntag offiziell eröffneten. „Mann, seid ihr groß geworden“, sagte der Banker gespielt staunend, der sich erinnerte, dass die jungen Musiker schon zwei Mal, noch als Kids und Jugendliche, den Auftakt beim Musiktreff bestritten.

Nach Anfängen im früheren Jugendtreff noch als „Gekko“ ist der gefühlvolle Rock/Pop der fünf inzwischen schon für größere Bühnen geeignet. Dieses Jahr traten sie bereits bei der „Blauen Nacht“ in Nürnberg auf und beim Hersbrucker „Haderich Open Air“. Mitgründerin Katharina Henß (16) ist ein Fan vom Musiktreff: „Ich will unbedingt hier spielen“, sagt sie, „ich finde es gut, dass es so etwas Regionales gibt, und dass es ans Bardentreffen angelehnt ist und dass es trotz des Vormarsches des Digitalen noch die Möglichkeit gibt, handgemachte Livemusik zu spielen.“

Den Musikern gefiel es sichtlich beim Open-Air mit Altstadtflair, wie ihr Lächeln oder der besondere Einsatz einiger an ihrem Instrument zeigte. Henny Rosenbauers Instrument sind Congas. Sie ist eine Frau der ersten Stunde des Musiktreffs. Seit 2001 trommelt sie mit „Les Allegres“, jetzt am Sonntag in der Pragerstraße. Schnell scharte sich Publikum um ihre Gruppe, afro-kubanische Rhythmen locken einfach an. Rosenbauer findet es wichtig, als „alte Hersbruckerin“ etwas dafür zu tun, dass die Stadt bunt ist.

Petra Helleken von der gleichnamigen Musikschule schwärmt auch von der „sehr schönen Plattform“ Musiktreff. Für ihre Einrichtung, von der sich diesmal die E-Gitarren-, Trommel- und Flöten-Schüler sowie die Band bei Kratzer zeigten, sei es „eine Tradition“, dabei zu sein.

Cornelius Liebster von der Stadtmusik sieht es ähnlich. Seine „Mc Pfeffs“ gehören dazu bei „einem Happening mit mehreren Gruppen“ in Hersbruck. Das Orchester spielte Filmmusik, ein Schlager-Medley und Popsongs und passte dabei fast nicht auf die kleine Bühne am oberen Markt.

Die Zuschauer, die gekommen waren und alle Schattenplätze belegten, hatten merklich Vergnügen, zum Beispiel zu Rockabilly oder Neo-Soul. Aber es hätte insgesamt mehr Publikum sein können. „Es soll ja kein zweites Altstadtfest sein“, sagt Organisator Volker Bader. Es komme aber doch einiges Publikum zusammen, zähle man die über den Tag und auf sechs Auftrittsorte verteilten Zuschauer zusammen, meint er. Seine Bilanz ist positiv. Er ist zufrieden.

N-Land Michael Scholz
Michael Scholz