Kirchweih Simonshofen

Bieranstich mit Hindernissen

Lara Huber und Kilian Kluge (Bildmitte) sind das neue Oberkirwapaar in Simonshofen. | Foto: Jahn2018/08/Kirchweih-Simonshofen-kirchweihpaar-ausmarsch.jpg

SIMONSHOFEN — Ein gelungenes Festwochenende liegt hinter den Simonshofern. Gemeinsam mit vielen Besuchern aus dem Umland feierte der Laufer Ortsteil mit viel Brauchtum und Musik seine zehnte Zeltkirchweih.

Indirekt begann die Simonshofer Kirchweih schon eine Woche vor dem offiziellen Start. Denn die Kirwaboum pflegen noch den schönen Brauch der persönlichen Einladung jedes einzelnen Dorfbewohners. Zusammen mit den Kirwamadla zogen die Boum von Haus zu Haus durch die ganze Ortschaft, um in schönster Weise mit selbst gedichteten Kirwaliedern die Leute auf die Kirchweih einzustimmen – was gleichzeitig auch das beste Training war, um bei dem viertägigen Fest selbst gut bei Stimme zu sein.

Die Jubiläumskirchweih begann am Freitagabend mit einer Premiere: Erstmals besuchte der Erste Bürgermeister der Stadt Lauf, Benedikt Bisping, die Zeltkirchweih und verhalf beim Bieranstich der Redensart „Jetzt schlägts 13“ zu ganz neuer Sichtweise. Assistiert von Brauereichef Anton Bruckmüller und Stadtrat Harald Meier brauchte Bisping rekordverdächtige 13 Schläge und zusätzlich einen neuen Zapfhahn, um ein erleichtertes „Ozapft is“ im proppenvollen Festzelt auszurufen.

Für gute Laune sorgte die Band „SperrStund“, die als speziellen Geburtstagsgruß für Corinna Pfister ein Ständchen spielte. Als Vorstandsmitglied des Kirwaboumvereins Simonshofen richtet „Coco“ gemeinsam mit allen Vereinsmitgliedern und unterstützt von tatkräftigen Helfern aus dem Dorf die Zeltkirchweih aus. Ununterbrochen im Einsatz, sorgte der Verein für beste Verpflegung im Biergarten, Zelt und in der Bar.

Überdies organisierte der Kirwaboumverein wieder einen kleinen Rummelplatz mit Schiffschaukel, Schieß- und Naschbuden und „Worldcup-Kicker“ für kommenden Fußballstars. Außerdem ein Kinderprogramm mit Bastelaktion und Schminkfee und als besonderes Erlebnis für die Kinder das Ponyreiten, angeregt von den Pferdefreunden Simonshofen und dem Förderverein des Städtischen Kindergartens.

Der „Worldcup-Kicker“ war eine der Attraktionen auf dem Rummelplatz. | Foto: Jahn2018/08/kirchweih-simonshofen-fussball-automat.jpg

Der Samstag war ausgefüllt mit dem wichtigen Arbeitseinsatz Absägen, Einfahren und Aufstellen des Kirwabaums. Auch der Kirchweihnachwuchs war begeistert bei der Sache: Die „Kirwa-Zwetschgen“ vom Kindergarten stellten ihren eigenen bunt geschmückten Baum auf. Abends rockte die Band „Fake Point“ das Festzelt.

Den Kirchweihgottesdienst hielt diesmal Pfarrer Thomas Kirsch, der sich als früherer Simonshofer mit dem Dorf noch sehr verbunden fühlt. Die musikalische Gestaltung übernahm die Kirchenband aus Röthenbach, die auch zum Mittagstisch und nachmittags zum Kaffeetrinken mit Kuchen und Küchle die Hintergrundmusik lieferte.

Abends spielten die „Boarischn Boum“ zünftig auf und begleiteten 11 Kirwapaare zum Baumaustanzen. Nach 20 Minuten bestimmte das Rasseln des Weckers Lara Huber und Kilian Kluge zum Oberkirwapaar 2018.

Der Feiermarathon endete am Montag mit einem gemütlichen Frühschoppen und Mittagstisch. Das Highlight des Abends war das Austanzen des Kirwabaums durch die Altkirwaboum mit Musik von Manuel Hartmann.

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