Rohr-Austausch geht voran

Arbeiten an der Rannaleitung bei Behringersdorf liegen im Zeitplan

Im etwa zwei Meter tiefen Baugraben werden die einen Meter durchmessenden Wasserleitungsrohre der sogenannten Rannaleitung von Spezialisten verschweißt und versiegelt. | Foto: Brinek2018/07/rannaleitung-behringersdorf-foto-hans-brinek0002.jpg

BEHRINGERSDORF — Der Rohr-Austausch der aus dem Jahr 1912 stammenden Ranna-Wasserleitung unter der B 14 nach Nürnberg auf der Höhe von Behringersdorf kommt zügig voran. Auf rund 700 Meter Länge der insgesamt 1000 Meter Strecke sind die Rohre schon verschweißt und verlegt.

Der Bauherr, die N-ergie Nürnberg, ist zuversichtlich, dass die Baumaßnahme wie vorgesehen Ende 2018 abgeschlossen werden kann und dann auch die Bundesstraße und der Radweg zwischen Rückersdorf und Behringersdorf wieder frei befahrbar sind. Auch die geschätzten Baukosten von rund 2,5 Millionen Euro für den Abschnitt werden zu halten sein.

Auch der spektakuläre Brand einer Baumaschine (die PZ berichtete) hat den Bauablauf nur unwesentlich beeinflusst. „Die Maschine war fast neu – und dann so ein Ereignis, mit dem keiner rechnet. Es ist auch bis heute unklar, weswegen der Brand entstanden ist“, so Bauleiter Stefan Becker von der ausführenden Baufirma aus Kronach. Die Fräse wurde mittlerweile geborgen und das verunreinigte Erdreich entsorgt.

Die neuen Stahlrohre werden in zwei Meter Tiefe verlegt. Deshalb muss die Baugrube mit schweren Verbau-Einheiten gegen Einsturz gesichert werden. Nur so können die Bauarbeiter beim Rohreverlegen und die Schweißer dort gefahrlos arbeiten. Diese Stahlverbauteile werden im Zuge des Aushubs durch den Baggerarm in die Erde gedrückt.

Es kann laut werden

Das geht bei dem vorhandenen Sandboden in der Regel problemlos, manchmal sei aber Gewalt anzuwenden, was zur Folge hat, dass beim Einschlagen der Elemente mit dem Bagger heftiger Lärm entsteht. „Wir versuchen natürlich, die Lärmbelastung für die Anwohner so gering wie möglich zu halten, manchmal geht es aber nicht anders“, so Bauleiter Becker.

Mit dem Verlegen der Rohre und dem Verfüllen der Gräben ist die Baustelle noch lange nicht abgeschlossen. Ein größeres Problem ist die Einbindung der neuen Leitung neben der Straße in die alte Leitung an der Zufahrt am Eichenrangen unter der B 14. Dort wird es zum Verpressen der Rohre Schächte geben, die umfahren werden müssen.

Dazu wurde die B 14 letzte Woche in diesem Bereich „aufgeweitet“ und ein „Schlenker“ in der Verkehrsführung der Bundesstraße notwendig. Auch die Umleitung des Radweges wurde vorbereitet, denn die neue Strecke führt dann durch den angrenzenden Lagerplatz. Die Zufahrt zum Eichenrangen wird aber immer gewährleistet sein.

Die umfangreichen Wiederherstellungsarbeiten des Geländes werden nach dem Verlegen der Rohre geraume Zeit in Anspruch nehmen. Der Radweg entlang der B 14 muss wieder hergestellt werden, der provisorische Radweg durch den Wald wird zurückgebaut zu einer Schotterpiste.

N-Land Hans Brinek
Hans Brinek