Kulturverbund soll bekannter werden

Künstler setzen sich in Szene

Andrea Gonze (mit Mikrophon) lässt die Entstehungsgeschichte des Kulturverbunds als Märchen lebendig werden. Unterstützt wird sie teils mimisch von links durch Dieter Weberpals, Bernd Kriegisch, Ralf Weiß, Andrea Lipka und Ingrid Pflaum. Junge Künstler arbeite derweil am Kunstwerk. | Foto: Gisa Spandler2019/06/Altdorf-Kulturverbund2.jpg

ALTDORF. Vorsitzende vom Kulturverbund Nürnberger Land stellen ihren Verein in einer bunten Aktion am Marktplatz vor.

„Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit,“ befand einst korrekt der Komiker Karl Valentin. Damit diese Arbeit von vielen Menschen anerkannt, vor allem aber auch die Kunst von möglichst vielen genossen wird, sind die Vorsitzenden des Kulturverbunds Nürnberger Land am Freitag auf Werbetour durch den Landkreis gezogen.

Bunte Performance

Mit einem fast dreißigjährigen VW-Bus und einer aufsehenerregenden Performance reisten  Ralf Weiß, Andrea Lipka, Ingrid Pflaum, Bernd Kriegisch und Andrea Gonze bei brütender Hitze auf dem Marktplatz an, bauten ein paar Utensilien auf und ließen sich vom bekannten Perkussionisten und Flötisten Dieter Weberpals musikalisch unterstützen. Ihr Ziel: den Altdorfern erklären, wofür der Kulturverbund, der vor etwa zwei Jahren aus der Taufe gehoben wurde, steht, mit ihnen ins Gespräch kommen, ihnen eine kleine Mitmachaktion anbieten und sie dafür mit einem geldwerten Kultur-Gutschein belohnen.
Der Kulturverbund nimmt langsam Fahrt auf, bestätigt Kassenwart Bernd Kriegisch vom Glasstadl in Oberrieden, aber: „Der Bekanntheitsgrad ist unser Problem.“

Besser vernetzen

Wie in vielen Bereichen ist auch in der Kunst die Vernetzung das A und O.  Andrea Lipka, Leiterin und Akteurin der Laufer Glückserei, hatte den Vorschlag, einen Kulturgutschein zu etablieren, als Kreisrätin im Kreistag eingebracht. Aus dieser Idee, die mehrheitlich Zustimmung fand, entwickelte sich der allgemeine Wunsch, sich besser zu vernetzen und den Kulturverbund zu gründen, um den Kommunikationsaustausch zu verbessern, das Marketing zu optimieren und auch sonst wie in der Wirtschaft Synergien zu nutzen.
So ist das Ziel nicht nur, die Bürger auf die kulturelle Vielfalt im Landkreis aufmerksam zu machen, sondern auch die Künstler untereinander profitieren zu lassen. So können die einen vom Bekanntheitsgrad der anderen profitieren, Hemmschwellen werden genommen, das Kulturleben bereichert. Doch dazu muss das Projekt noch in den Köpfen der Leute ankommen.

Kultur verschenken

Unter dem Motto „Schenken Sie Kultur“ kann man einen oder mehrere Kulturgutscheine im Wert von zehn Euro erwerben, die dann bei bisher 24 Mitgliedern des Kulturverbunds eingelöst werden können. Der Beschenkte kann dann selber wählen, wo er den Bon investiert. Die Auswahl ist groß: Das Spektrum reicht von Institutionen, die Musik, Märchen, darstellende oder gestaltende Kunst präsentieren, bis zu Museen, Theatern und noch etlichen weiteren kulturellen Angeboten. Verkauft wird diese besondere Geschenk-Idee bei den drei Heimatzeitungen Bote, Pegnitz-Zeitung und Hersbrucker Zeitung, bei der Gemeinde Schwaig, dem Glasstadl in Oberrieden und bei den Möbelmachern in Unterkrumbach.

Kulturverbund als Märchen

Während Gonze die Entstehung des Kulturverbunds in Form eines phantastischen Märchens („Es war einmal…“) ausdrucksvoll erzählte, wobei sie die Kollegen mimisch unterstützten, beteiligten sich vor allem Kinder an der Malaktion, bei der sie sich mit bunten Farben unter der Anleitung von Ingrid Pflaum, der Leiterin des Hersbrucker Hirtenmuseums, auf einem zunächst weißen Plakat verewigen konnten.

Info: www.kulturverbund-nl.de

N-Land Gisa Spandler
Gisa Spandler