Besser wird es nicht mehr

LEINBURG – Schon seit Jahren laufen Gespräche für die Radwege zwischen Lauf und Altdorf. Jetzt teilte die Regierung von Mittelfranken der Gemeinde Leinburg mit, dass ihr ein Zuschuss von 70 Prozent winkt, wenn sie die Abschnitte zwischen Renzenhof und Diepersdorf sowie zwischen Unterhaidelbach und Winn baut.

Für beide Maßnahmen würde damit eine Regelung für „Altfälle“ gelten – allerdings müsste der Förderantrag zeitnah vorgelegt werden.

Die Kosten für Renzenhof-Diepersdorf liegen bei 200.000 Euro. Für Unterhaidelbach-Winn würden laut Bürgermeister Joachim Lang 400.000 Euro anfallen. Hier muss man noch mit einem Grundstückseigentümer eine Einigung treffen oder nach einer anderen Lösung suchen. Der gemeindliche Anteil würde für beide Radwege zirka 180.000 Euro betragen.

„Wir sollten der Regierung das Signal geben, dass wir dabei sind, und dann schauen, wie es haushaltstechnisch zu bewerkstelligen ist“, meinte der Rathauschef. Gebaut werden könnte im nächsten Jahr.

„Uns bleibt nichts anderes übrig“, findet Jutta Helmreich (SPD). Mehr Geld würde die Gemeinde vom Freistaat nicht mehr erhalten. Steige man jetzt nicht ein, „bekommen wir die Radwege nie“.

Damit kann sich Richard Kohler (FWG) nicht anfreunden. Er wies darauf hin, dass für Radwege entlang von Staatsstraßen der Freistaat zuständig ist und nicht die Gemeinden. Man dürfe nicht dessen Aufgaben übernehmen. „Die lassen uns sonst auch an der langen Leine baumeln.“

Helmut Schmidt (CSU) möchte dagegen schauen, ob die Gemeinde diese Maßnahmen schultern kann. „Dann sollten wir sie im Haushalt aufnehmen. Wenn wir es nicht schaffen, können wir es immer noch abblasen.“

Bei zwei Gegenstimmen entschied der Gemeinderat, dass die Förderanträge bei der Regierung eingereicht werden.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren