Debatte im Röthenbacher Stadtrat

Adolph-Kolping-Parkplatz an der VHS?

Hat vielleicht bald eine neue Adresse, ohne umzuziehen: die Röthenbacher Volkshochschule. | Foto: PZ-Archiv/Sichelstiel2020/07/vhs-rothenbach.jpg

RÖTHENBACH — Realsatire, wie der SPD-Stadtrat Thomas Jennemann meint, oder Erfüllung eines lange gehegten Wunsches? Weil es die Röthenbacher Kolpingfamilie gerne sähe, dass ein Platz oder eine Straße nach dem Sozialreformer Adolph Kolping benannt wird, will der Stadtrat nun einen „Adolph-Kolping-Platz“ an der Ecke Talgasse/Randstraße schaffen. An der Stelle befindet sich allerdings bisher nur ein Parkplatz.

Bürgermeister Klaus Hacker begründete den Verwaltungsvorschlag im Stadtrat schlicht damit, dass es sonst keine anderen Plätze oder Straßen in Röthenbach gebe, die benannt werden müssten – außer einer Stichstraße in Renzenhof, „aber damit war die Kolpingfamilie nicht einverstanden.“

Mit dem Parkplatz kann sie sich hingegen laut Hacker anfreunden, weil dieser nahe an der sogenannten Sozialen Meile unter anderem mit dem Caritas-Altenheim liegt.

Jennemann von der SPD hielt in der Sitzung dagegen: „Das ist unwürdig für Adolph Kolping. Außerdem können wir jetzt doch nicht anfangen und unsere Parkplätze nach jemandem benennen.“

Vor einer endgültigen Entscheidung will die Stadt nun prüfen, ob das Gebäude der Volkshochschule, zu dem der Parkplatz gehört, von der Talgasse an den Kolpingplatz „umziehen“ könnte. Dann gäbe es dort zumindest eine Adresse.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren