Kommersabend

Kirchenchor Velden feiert halbes Jahrhundert

Der Kirchenchor mit Pfarrerin Martina Berthold, Pfarrer Christian Simon und Dekan Tobias Schäfer. | Foto: P. Meyer2019/11/IMG_6530.jpeg

VELDEN – Der Kirchenchor Velden beging sein 50-jähriges Jubiläum mit einem Kommersabend und einem festlich musikalischen Gottesdienst in der Veldener Marienkirche.

Im Jahr 1969 wurde der Kirchenchor von Vikar Weihrauch wiedergegründet, nachdem er sich 1963 endgültig aufgelöst hatte. Erna Drescher und Frieda Gemmel, beide Gründungsmitglieder, erzählten die Geschichte des Chors unterhaltsam im Dialog von der ersten Singstunde mit nur fünf Sängern bis heute. Sie sprachen von ihrem ersten zaghaften Auftritt 1969 im Gottesdienst, bis sie schließlich zu einem stattlichen Chor angewachsen waren, von Projekten mit einer Neuhauser Rock-Band, von lustigen Ausflügen und von unzähligen bunten Faschingsfeiern.

Glück und Unglück

Besonders tragisch war für die Chormitglieder der plötzliche Tod der damaligen Dirigentin Lissy Steffl, die am Heiligabend 1986 noch dirigiert hatte und in der Nacht zum zweiten Feiertag verstorben war, sodass der Chor an diesem Tag alleine singen musste. Ein Glücksfall allerdings fand sich dann in Irmtraud Huber, welche im März 1987 den Chor übernahm und bis heute leitet. Der Chor blickt auf die Zusammenarbeit mit insgesamt 14 Pfarrern und Pfarrerinnen zurück.

So betonte Pfarrer Christian Simon beim Kommersabend im Schützenheim in Velden, dass jeder Gottesdienst mit Chormusik zu einem Festgottesdienst werde und er die viele Probenarbeit und den damit einhergehenden Zeitaufwand sehr zu würdigen wisse. Er bedankte sich vor allem für die Bereitschaft des Kirchenchors, neue Gottesdienstformate wie am Reformationstag oder am Ostermorgen mitzugestalten.

Chorleiterin Irmtraud Huber zeigte sich vor allem dankbar über die vielen treuen Sänger und Sängerinnen und hob hervor, dass der Chor zur Verkündigung des Evangeliums und zur gelebten Ökumene beitrage. Vor allem freute sie sich über den guten Zusammenhalt im Chor.

Zu den Ehrungen der langjährigen Chormitglieder kam eigens aus Ingolstadt der Präsident des Kirchenchorverbandes, Reinhold Meiser, angereist. Selbst ehemalige Veldener Pfarrerehepaare waren der Einladung der Organisatorin Erna Drescher zu den Feierlichkeiten gefolgt, was die große Verbundenheit zu dem Kirchenchor zeigt. Über 100 Bilder der vergangenen 50 Jahre rundeten den Kommersabend ab und ließen viele Erinnerungen bei den Sängern wieder lebendig werden.

Kirchenchor Velden : Nicht mehr wegzudenken

Das Wichtigste aber beim Kirchenchor ist das Singen, und so waren sowohl der Kommersabend als auch der Gottesdienst gespickt mit wunderbaren Melodien, welche der Chor in ein paar Zusatzproben einstudiert hatte. So liefen die Veldener zu Höchstform auf und erfüllten die Ohren und Herzen ihrer Zuhörer mit Musik. Teils durften alle Anwesenden im Kanon mitsingen oder wurden zum Mitklatschen animiert, einer Aufforderung, der sie nur allzu gern folgten. Auch Magdalena Simon (E-Piano) und Heidi Kustner (Querflöte) waren gerne bereit, den Chor zu unterstützen.

Chöre sind aus den Gottesdiensten nicht mehr wegzudenken, so Dekan Tobias Schäfer, brachte er ihre Bedeutung auf den Punkt; sie helfen in allen Lebenslagen, brächten Freude und fänden Worte, wenn es einem selbst die Sprache verschlage.

Und so bleibt zu hoffen, dass sich auch in Zukunft immer neue Sänger finden, sodass der Chor 2069 sein 100-jähriges Jubiläum feiern kann.

Geehrt wurden für zehn Jahre: Klaus Begert, Kurt Dauth, Fritz Eichler, Wolfgang Gottschald, Manfred Schultz, Claudia Simon. Für 20 Jahre: Sylvia Böhm, Peter Kropf. Für 25 Jahre: Hans Dennerlein. Für 30 Jahre: Gisela Begert, Renate Buckl, Gerdi Dauth, Irmgard Deinzer, Elfriede Fenzel, Helga Lorenz, Gudrun Meyer, Gerda Weber. Für 32 Jahre Chorleitung: Irmtraud Huber. Für 40 Jahre: Linde Begert, Lissi Farnbauer, Gerlinde Frimberger, Lotte Hampf, Ernst Kolb. Für 45 Jahre: Berta Dennerlein, Margarete Müller. Für 50 Jahre und damit Gründungsmitglieder: Erna Drescher, Frieda Gemmel, Frieda Tauber.

N-Land Petra Meyer
Petra Meyer