Festival im Industriemuseum

„arteschock“ schultert Laufer Sommerkino 2017

Schon in der Vergangenheit hatte der Kulturverein arteschock zum Open-Air-Kino in den Laufer Spitalhof eingeladen. Auch heuer sollen hier, wie im Industriemuseum, Filme im Sommerkino zu sehen sein. | Foto: Privat2017/04/Sommerkino-Arteschock-1.jpg

LAUF (fi/bw) — Der Open-Air-Kino-Sommer in Lauf kommt zurück. Nach einjähriger Pause, vor allem weil es seitens der Stadt nach Sparbeschlüssen  keine Zuschüsse mehr für die Traditionsveranstaltung im Industriemuseum gibt, stemmt nun der Kulturverein Arteschock in diesem Jahr das über zwei Wochen gehende Festival. Und hofft dabei noch auf tatkräftige Unterstützung durch Sponsoren sowie auf finanzielle Hilfe durch ein Spenden-Crowdfunding für neue bequeme Stühle.

„arteschocKino im Sommer“ nennt sich die Veranstaltung nun, erstmals, mit zwei Spielstätten. Vorführungen sind wie gewohnt im Garten des Industriemuseum und im historischen Spitalhof in der Altstadt geplant. Und bei Regen fällt nichts mehr aus, man weicht in den PZ-Kulturraum aus.

Zuletzt war 2015 der Förderverein des Industriemuseums Ausrichter des Laufer Sommerkinos gewesen. Wegen ausgebliebener Zuschüsse seitens der Stadt Lauf war die Reihe zunächst einmal für beendet erklärt worden, sodass im letzten Jahr schon kein Sommerkino mehr stattfand. Das Festival war neben anderen Projekten und Programmen der Kürzungsrunde des Laufer Stadtrates im Kulturbereich zum Opfer gefallen. Jetzt hat sich arteschock e.V. – die Macher zeichnen ja bereits seit einigen Jahren für das Winterkino im Dehnberger Hof Theater verantwortlich­ – bereit erklärt, diese Tradition wieder aufzunehmen.

Das über zwei Wochen gehende Open-Air-Kino-Programm wird, wie bisher auch, im Laufer Industriemuseum stattfinden – neu ist allerdings, dass es auch eine Woche im Spitalhof gastieren wird.

Spielzeit wird die letzte Juliwoche und die erste Augustwoche sein, wobei die Reihe am 27. Juli im Spitalhof eröffnet wird. Es folgen noch drei Filme in diesem historischen Ambiente, bis zum 30. Juli. Vom 3. bis zum 6. August werden wiederum vier Filme im Garten des Industriemuseums gezeigt. Zusätzlich ist für den 5. August ein Kinderfilm am Nachmittag geplant.

Die Filmauswahl ist schon fast fertig und soll demnächst auch veröffentlicht werden. Wie immer bei arteschock sollen besondere (Familien-) Filme weitgehend abseits des Mainstreams gezeigt werden, sagt Vereinssprecher und Filmmanager des Vereins, Bernd Weller.

Bei Regen im PZ-Kulturraum

Neu ist in diesem Jahr neben dem zweiten Spielort auch das Kartenkontingent. Es wird 180 Sitzplätze pro Veranstaltung geben, wovon 120 im Vorverkauf erhältlich sind. Die Inhaber dieser Karten können sich auf einen Filmgenuss bei jedem Wetter freuen, da das Kino bei schlechtem Wetter in den nahe gelegenen PZ-Kulturraum umzieht, wo bequem 100 Personen Platz finden können. Die restlichen 60 Karten gibt es bei schönem Wetter jeweils an der Abendkasse.

Ebenfalls neu soll das Sitzgefühl beim „arteschocKino im Sommer“ werden, nachdem die alten Klappstühle in den letzten Jahren zu mehr und mehr Beschwerden und Problemen geführt hatten. Neue Stühle will Organisator Bernd Weller über ein Crowdfundingprojekt finanzieren. Mit Hilfe der Online-Spenden-Plattform „Gut für Nürnberg“, initiiert von der Sparkasse Nürnberg, und betterplace.org sollen dafür rund 4000 Euro an Spenden gesammelt werden. Das Projekt startete am Osterwochenende. So hat jeder Laufer Kinofan die Möglichkeit, sich – auch mit kleineren Beiträgen – für Laufer Kinoinitiativen stark zu machen, freut sich Weller auf die Unterstützung. Unter www.arteschock.net ist seit Sonntag, den 16. April ein Link zu der Spendenplattform zu finden.

Weil arteschock erwartet, „dass sich an der Zuschusslage leider nichts ändert und die Stadt Lauf außer der (kostenpflichtigen) Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten leider keine weitere finanzielle Unterstützung ermöglichen kann“, so Weller, sei arteschock derzeit noch auf der Suche nach weiteren Unterstützern, die dem Verein helfen, das Mini-Festival zu schultern.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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