Wie will ich wohnen? Das ist die entscheidende Frage, die sich Bauherren stellen sollten. Denn: „Wer das weiß, kann sein Haus effizient planen oder sanieren – und dabei Kosten sowie Energie sparen“, so Sandra Queißer vom Verband Privater Bauherren (VPB).
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Gewohnheiten hinterfragen
Zunächst kann es helfen, sich über die künftige Nutzung und die persönlichen Prioritäten genauer Gedanken zu machen. Ist ein Gästezimmer oder ein Hobbyraum wirklich nötig? Oder steht der Raum die meiste Zeit dann vermutlich leer? Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von Suffizienz. Dabei geht es darum, sich auf das Notwendige zu konzentrieren – also Gewohnheiten zu hinterfragen und so im Sinne der Nachhaltigkeit durch eine entsprechend angepasste Größe weniger Ressourcen zu verbrauchen.
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Form, Höhe und Größe des Hauses festlegen
Wer die Grundfläche seines Hauses kompakt plant, kann den Verbrauch von Baumaterial reduzieren. Zudem kann sich dies später positiv auf den eigenen Energieverbrauch auswirken. Denn es braucht beispielsweise mehr Energie, große Räume mit hohen Decken zu heizen als kleine Zimmer. „Ein Haus mit quadratischer Grundfläche ist flexibler als ein L-förmiges“, so Queißer, denn es lasse eine größere Freiheit beim Schnitt der Zimmer zu.
Ein Klassiker ist der Bungalow. Hier liegen alle Wohnbereiche auf einer Ebene, was viele Vorteile hat. Man braucht keine Treppe und kein Treppenhaus, außerdem erleichtert das den Alltag, insbesondere für Familien mit kleinen Kindern, Menschen mit eingeschränkter Mobilität sowie ältere Bewohner. Barrierefreiheit ist von Anfang an gegeben und muss nicht, wie in mehrgeschossigen Häusern, bei Bedarf umgesetzt werden, schreibt der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF). Allerdings muss dafür die Grundstücksfläche entsprechend groß sein.
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Fläche schlau nutzen
Durch eine intelligente Raumaufteilung kann man auch aus wenig Quadratmetern viel aus der vorhandenen Grundfläche herausholen. Wer beispielsweise einen offenen Küchen-Ess-Wohnbereich wählt, kann sich einen Flur als Laufweg zwischen den Räumen sparen, so Sandra Queißer.
Bei der Planung sollte man nicht nur an die aktuelle Situation denken. Denn die Bedürfnisse können sich verändern. Idealerweise lässt sich der Grundriss anpassen – und funktioniert so auch noch später, wenn sich die Lebensumstände ändern. Auch hier gibt Queißer eine Anregung: „Sind die Räume eher quadratisch und ähnlich groß, kann man sie besser auf unterschiedliche Art nutzen“, etwa als Kinder-, Arbeits- oder Wohnzimmer. Damit man später mit einer Trennwand einen Raum in zwei Zimmer teilen kann, sollte man genügend Elektroanschlüsse, Belichtung und Belüftung für beide Räume einplanen.
Reicht der Platz im Haus nicht mehr aus, kann man anbauen, erweitern oder aufstocken. Durch modulare Bauelemente kann die Wohnfläche laut BDF erweitert werden, ohne dass das Wohnen im Haus stark beeinträchtigt wird. dpa
