Für bessere Wachstumsbedingungen

Waldarbeiten: Staatsforsten fällen Fichten und Kiefern bei Fischbach

Im Waldgebiet Bretzengraben bei Nürnberg-Fischbach wird im September 2026 mit schwerem Gerät gearbeitet. Unter anderem ist ein Harvester zur Stehendentnahme im Einsatz.
Im Waldgebiet Bretzengraben bei Nürnberg-Fischbach wird im September 2026 mit schwerem Gerät gearbeitet. Unter anderem ist ein Harvester zur Stehendentnahme im Einsatz. | Foto: Sebastian Linstädt2026/09/q84-f461x240-1024x1303-1.webp

FISCHBACH – Spaziergänger, Jogger, Schwammerlsucher und Radfahrer müssen sich im beliebten Naherholungsgebiet am Ortsrand von Fischbach in den kommenden Wochen auf zeitweise Wegsperrungen einstellen. Grund sind Waldpflegemaßnahmen der Bayerischen Staatsforsten im sogenannten Bretzengraben östlich von Fischbach, nördlich der Kreisstraße LAU 13. Dort arbeitet der Forstbetrieb Nürnberg daran, die Bestände fit für die Zukunft zu machen.

Ziel der Maßnahme ist die schrittweise Entwicklung eines stabilen, artenreichen und klimaangepassten Mischwaldes, heißt es in einer Pressemitteilung der Bayerischen Staatsforsten. Unter den heute noch prägenden Fichten- und Kiefernbeständen habe sich bereits vor Jahrzehnten eine gepflanzte Verjüngung aus Buchen und Eichen etabliert.

Diese jungen Laubbäume gelten als Grundlage des zukünftigen Waldes. Zwar seien sie vital, derzeit fehle ihnen jedoch das nötige Licht und der erforderliche Raum zur weiteren Entwicklung.

Bessere Wachstumsbedingungen

Deshalb werden nun gezielt hiebsreife Fichten und Kiefern entnommen. „Besonders die Fichten sorgen mit ihren tiefhängenden, benadelten Ästen für erhebliche Verschattung. Dabei wird das Kronendach in etwa 30 Metern Höhe behutsam und punktuell aufgelichtet“, erläutert Forstsprecher Sebastian Linstädt.

Auf diese Weise sollen die jungen Buchen und Eichen bessere Wachstumsbedingungen erhalten. Der Waldumbau ist nach Angaben des Forstbetriebs ein langfristiger Prozess, der sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt. Um die wertvolle Verjüngung möglichst gut zu schützen, komme dabei moderne Forsttechnik zum Einsatz.

Verwendet wird ein sogenannter Stehendentnahmeharvester. Die Spezialmaschine kann zu fällende Bäume kontrolliert greifen und stehend aus dem Bestand auf die Rückegassen heben. Dadurch werden Schäden an den jungen Laubbäumen deutlich verringert.

Zugleich Weiterbildung

Die Arbeiten dienen zugleich der Weiterbildung eines Mitarbeiters. Wie Linstädt berichtet, wird ein Teil der Maßnahme von einem Forstwirt des Forstbetriebs Nürnberg betreut, der sich derzeit zum Forstwirtschaftsmeister und Einsatzleiter weiterbildet. Die Arbeiten bilden einen Bestandteil seiner praktischen Prüfung.

Während der Waldpflege kann es aus Sicherheitsgründen immer wieder zu Einschränkungen und Sperrungen einzelner Wege und Pfade kommen. Die Bayerischen Staatsforsten bitten Waldbesucher deshalb, die ausgeschilderten Sperrungen zu beachten.

Mit der Maßnahme sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass sich am Bretzengraben langfristig ein vielfältiger und klimastabiler Wald entwickeln kann, der auch künftig seine ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Funktionen erfüllt, so der Forst-Sprecher. 

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