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Tag der Regionen
07.09.10 13:57 Uhr

Tag der Regionen 2010 in Dehnberg

 

Unter dem Motto „KulturLandschaft“ findet am 3. Oktober in Lauf-Dehnberg der „Tag der Regionen 2010“ statt. Ein Erlebnis-Sonntag für die ganze Familie. Die Vielfalt unserer Region lässt sich hier mit allen Sinnen erleben. Es werden etwa 10 000 Besucher erwartet.

Mit mehr als 80 Informations- und Verkaufsständen zeigt der Aktionstag wieder, was unsere Region zu bieten hat. Die Landwirtschaft präsentiert ihre vielfältigen Produkte und unverzichtbaren Dienstleistungen. Es gibt Mitmachaktionen für Kinder und Jugendliche, Künstler geben Einblick in ihr Schaffen. Ein Führungsprogramm bringt den Besuchern den Ort und die reizvolle Landschaft näher. Und es locken vielerlei Gaumenfreuden.

Der Aktionstag findet seit 1998 regelmäßig im Nürnberger Land statt, doch keine Veranstaltung ist wie die andere. „Er ist ein dynamisches Gemeinschaftsprojekt, das sich jedes Jahr neu und anders präsentiert“, sagt der Initiator und Organisator Rainer Wölfel vom Naturschutzzentrum Wengleinpark. Heuer gibt es eine Premiere: „Erstmalig hat sich auch eine Stadt außerhalb der Hersbrucker Alb für die Ausrichtung dieser Veranstaltung im Landkreis interessiert.“ Wölfel dankt der Stadt Lauf und ganz besonders der Dorfgemeinschaft von Dehnberg und Höflas, die die praktische Umsetzung erst ermöglichte.

Für den Themenschwerpunkt „KulturLandschaft“ biete Dehnberg ideale Voraussetzungen, meint Wölfel. „Das Dehnberger Hoftheater ist eine bekannte kulturelle Institution im Landkreis und die Ortschaft liegt eingebettet in eine schöne Kulturlandschaft. Hier können wir die beiden Aspekte dieses Begriffs authentisch miteinander verbinden.“

Kinder können die Natur und ihre eigene Kreativität entdecken, auf der Strohhüpfburg herumtollen und in romantischer Umgebung Märchen lauschen. Erwachsene können sich über regionales Wirtschaften informieren und die Vorzüge heimischer Produkte und Dienstleister erfahren. Ausstellungen zeigen anschaulich die heimische Obstsortenvielfalt, pflanzliche Einwanderer, die Artenvielfalt auf dem Acker im ökologischen Landbau, Landbewirtschaftung früher und heute.

Gezeigt werden historische Schlepper, Holzbearbeitung, umweltverträgliche Mobilität und vieles mehr. Das Wildlandmobil informiert über Tiere, die in unseren Wäldern leben, und über die Jagd. Eine besondere Attraktion ist der extra für diese Veranstaltung geschaffene Stelenweg – mit Kunstwerken in freier Natur. Dass es vielerlei leckere Speisen aus heimischen Zutaten gibt, versteht sich von selbst.

Kurzweilige und dennoch lehrreiche Führungen stehen auf dem Programm. Die Besucher können viel praktisches Wissen mit nach Hause nehmen, etwa über Wildkräuter und ihre Verwendung – oder darüber, wie man Kinder (und sich selbst) für die Schätze unserer Heimat begeistern kann.
Ein Faltblatt, das in vielen Geschäften und öffentlichen Einrichtungen zur kostenlosen Mitnahme ausliegt, erklärt detailliert, wer wo was bietet. Informationen im Internet: www.naturschutzzentrum-wengleinpark.de
Die Ortschaft wird für den Verkehr gesperrt. Eine große Wiese am Südrand des Dorfes wird als Parkplatz ausgewiesen. Besucher aus der näheren Umgebung sollten freilich überlegen, ob sie nicht besser zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen.

Die Landschaft in ihrer Vielfalt erhalten

Organisator Rainer Wölfel: „Landschaftliche und kulturelle Vielfalt sind Werte, die unsere Lebensqualität mit bestimmen, die wir pflegen und bewahren müssen.

Uns geht es darum, die Landschaft in ihrer Vielfalt zu erhalten. Dafür brauchen wir die heimischen Land- und Forstwirte, die die Kulturlandschaft nutzen und gestalten und von ihren Früchten leben. Die Land- und Forstwirtschaft braucht wiederum uns als Verbraucher, die heimischen Produkte schätzen und gezielt einkaufen. Dieses Zusammenspiel trägt dazu bei, den Charakter und die Vielfalt der Kulturlandschaft unserer Heimat zu bewahren.
Wir brauchen aber auch die kreativen Köpfe, die Künstler, die uns immer wieder eine andere Sicht auf gewohnte Dinge bieten. Sie verschaffen uns neue Blickwinkel und Perspektiven, regen uns zum Nachdenken an und erweitern den regionalen Horizont.“

Wer weiter denkt kauft näher ein

„Wer weiter denkt kauft näher ein“. Dazu soll der Tag der Regionen animieren, sagen zwei führende Köpfe der Stadt Lauf, 1. Bürgermeister Benedikt Bisping und 2. Bürgermeister Manfred Scheld, der in Dehnberg wohnt.

„Als Mitglied von ‚Citta del Bio‘, dem europäischen Zusammenschluss von ökologisch besonders engagierten Städten, ist es uns in Lauf ein besonderes Anliegen, die regionalen Märkte noch weiter auszubauen, lokale Wirtschaftskreisläufe zu stärken und darüber hinaus unser ländliches Kulturerbe zu bewahren.“

Bisping und Scheld rufen die Bevölkerung auf, sich hier über die Entwicklungen, Produkte und Dienstleistungen heimischer Anbieter zu informieren und sich davon zu überzeugen, „dass sich Qualität, Genuss und verantwortungsbewusster Konsum nicht ausschließen“.


Führungs-Programm

Halbstündige Land(ver)führungen, Treffpunkt Nikolauskirche
  9.30 Gottesdienst Nikolauskirche Dehnberg
11.00 Eröffnungsveranstaltung an der Kirche mit Posaunen- und Kirchenchor
12.30 Theaterführung
13.00 Herbstliche Heckenfrüchte
13.30 Waldführung für Familien mit der Försterin
14.00 Theaterführung
14:15 Das Stelenprojekt
14.30 Energie aus Holz/Hackschnitzelanlage
14:45 Naturkunst für Kinder
15.00 Historische Ortsführung
15:15 Wildkräuter, botanische Vielfalt und mythologischer Hintergrund
15.30 Streuobst in der Kulturlandschaft
15.45 Mytholgie und Geschichte der Kräuter
16.00 Theaterführung
16:15 Das Stelenprojekt
16.30 Herbstkräuter in der Volksheilkunde
16.45 Fundorte in der Natur - Spaziergang mit Kindern ab 7
17.00 Historische landwirtschaftliche Geräte


Ein Blick in die Geschichte

Der Aktionstag findet seit 1998 alljährlich in unserem Landkreis statt, bislang jedoch immer im Hersbrucker Gebiet. Premiere war 1998 ein „Regionaler Aktionstag“ in Unterkrumbach (Motto „Regional genießen“).
1999 entwickelte der Verein „Artenreiches Land – lebenswerte Stadt“ mit Sitz in Feuchtwangen den ersten bayernweiten „Tag der Regionen“. Rainer Wölfel vom Naturschutzzentrum Wengleinpark in Henfenfeld: „Ziele und Inhalte der Veranstaltungen waren so deckungsgleich, dass wir uns der bayernweiten und später bundesweiten Bewegung anschlossen.“ So fand der Aktionstag 1999 in Eschenbach (Motto: „Hutanger, Holz und heimische Produkte“) erstmals unter diesem Titel statt.

Es folgten Veranstaltungen im Jahr 2000 in Hersbruck („Neue Wege gehen“), 2001 in Engelthal („Gemeinsame Wege gehen“), 2002 in Vorra („WertSchöpfung in unserer Hersbrucker Alb“), 2003 in Förrenbach („Unsere Region trägt Früchte“), 2004 in Offenhausen („Offen für Vielfalt“), 2005 in Kirchensittenbach („Hutanger, Tradition mit Zukunft“), 2006 in Alfeld („Natur, Kultur und Brauchtum verbindet“), 2007 in Henfenfeld (Regional denken – Zukunft sichern“), 2009 in Reichenschwand („Regionale Vielfalt an der alten Handelsstraße“), 2009 in Engelthal („Im Wald und auf der Heide“). Die diesjährige Veranstaltung ist die erste im Laufer Gebiet.

Der Aktionstag im Nürnberger Land zählt mit durchschnittlich fast 10 000 Besuchern zu den größten seiner Art in ganz Deutschland. Informationen im Internet: www.naturschutzzentrum-wengleinpark.de




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