Händler und Geschäfstleute waren zufrieden

Trotz weniger Besucher war der Schnaittacher Herbstmarkt ein Erfolg

Ein Renner bei den Kindern waren die Miniquads beim Schnaittacher Herbstmarkt. | Foto: Schuster2016/10/Herbstmarkt-Schnaittach-25.jpg

SCHNAITTACH — Am 29. Schnaittacher Herbstmarkt blieb gestern das sonst übliche Gedrängel zunächst aus. Erst am Nachmittag strömten doch noch viele Gäste in die Marktgemeinde, sodass es am Ende ein gelungener Tag wurde. Die Besucherzahl blieb gleichwohl unter der früherer Jahre, die Parkplätze reichten aus. Einige Standbetreiber hatten ob des Wetters kurzfristig noch ihre Teilnahme abgesagt und damit auch viele Lücken in der Erlanger und Nürnberger Straße verursacht. Und natürlich hat wohl auch der Tag der Regionen in Röthenbach dem Herbstmarkt Konkurrenz gemacht.

Die insgesamt 55 offenen Geschäfte, Händler und Aussteller, wie auch die Gäste aus dem weiten Umland waren am Ende zufrieden. Von den geplanten Ausstellern hatten sich aus unterschiedlichen Gründen kurzfristig zehn Standbetreiber wieder abgemeldet. Immerhin nieselte es in Schnaittach nur ein paar Mal für wenige Minuten, den Rest des Tages überwog sogar Sonnenschein.

Aus Rollhofen kam beispielsweise Geert Schröder nach Schnaittach. Er nutzte die Gelegenheit, um sich über E-Bikes zu informieren um seine neue Heimat besser kennen zu lernen. Er ist erst vor ein paar Jahren aus Norddeutschland ins Fränkische gezogen. Kathrin Fischer und Florian Magdziacz aus Coburg waren zum ersten Mal als Besucher am Herbstmarkt, allerdings hatte Florian schon vor zehn Jahren mit den Schlettauer Schnitzer auf dem Markt die Schnitzkunst vorgeführt. Daran erinnert er sich immer noch ganz genau, denn er ist mit seinem Messer abgerutscht und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Die neuen Automodelle verschiedener Herstellern fanden dieses Mal außerhalb des Marktplatzes ihren Stellplatz. Interessierte Automobilkunden, wie Familie Renate und Wolfgang Hoffmann aus Lauf, mussten halt die Erlanger Straße bis zur Allee hochlaufen, oder sich in der Nürnberger Straße umsehen. Dazwischen waren viele Vereine und gemeinnützige Institutionen mit ihren Ständen vertreten. So war die Flüchtlingshilfe Schnaittach dabei und stellte sich und ihre Arbeit vor. Dringend werden vom Verein kleinere Wohnungen gesucht.

Die IG Schnaittachtalbahn hatte in Schnaittach ebenfalls einen Stand aufgebaut. Hier konnte man sich unter anderen mit Wandervorschlägendes VGN eindecken, aber auch Informationsmaterial aus der Tourismuszentrale des Landkreises hatten die Mitglieder vorrätig.

Auch viele Möglichkeiten zur Kinderunterhaltung wurden angeboten, darunter auch Ponnyreiten. Einige Stände boten auch Gewinnspiele, wie Glücksraddrehen an. Insgesamt jedenfalls war ein ausgewogenes Programm für Jung und Alt geboten.

Die ehemalige Osternoher Familie Garri wohnt nun in Nürnberg und kam zum Herbstmarkt extra nach Schnaittach, um von der Nachbarschaftshilfe Wollsocken zu erwerben. Der Theaterverein Edelweiß zeigte mit der Kindergruppe ein selbst ausgedachtes Stück. Eine viertelstündige Szene „aus dem Leben einer Parkbank“.

Bürgermeister Frank Pitterlein betrachtet den Herbstmarkt als tief verwurzelt im Jahreskalender des Marktes. „Ich freue mich jedesmal auf die Stammgäste“. Er dankte gleichzeitig Karin Müller als Vorsitzende der Werbegemeinschaft die mit anderen Helfern den Markt managt.

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