Trinkwasserrohre aus Ranna werden schrittweise saniert

Ranna-Leitung: Rückt der Leitungsbau näher?

Dieses Bild entstand bei einer Reparatur der Ranna-Leitung bei Düsselbach. Foto: S. Fuchs2016/04/7089648.jpg

REICHENSCHWAND/RANNA – Die 45 Kilometer lange Ranna-Leitung, die Nürnberg mit Trinkwasser aus dem oberen Pegnitztal versorgt, wird seit einiger Zeit Zug um Zug saniert. Man könnte meinen, der Reparaturtrupp nähert sich mit seiner Großbaustelle nach Behringersdorf, Rückersdorf, Lauf und aktuell B 14 bei Speikern jetzt Reichenschwand, um sich dann etappenweise über Hersbruck das Pegnitztal hoch zu arbeiten. Ganz so ist es nicht.

Wie genau die Ranna-Leitung verläuft, will die N-Ergie als Betreiber nicht verraten. Pressesprecherin Heidi Willer sagt aber schon, dass sich die Planer und Baumeister vor gut 103 Jahren „an den Hauptverkehrswegen orientierten“. Sie liege dennoch nicht immer unter den heutigen Straßen. Manchmal quere sie Ortsdurchfahrten auch – oder sogar Berge.

Seit 2012 hat die N-Ergie die Ranna-Leitung erst in Behringersdorf auf 270 Metern, dann im Jahr darauf auf 50 Metern an der B 14 in Rückersdorf und 2014 noch einmal auf 850 Metern in Rückersdorf erneuert. Normalerweise ersetzt der Nürnberger Wasser- und Energieversorger das alte Gusseisen durch Edelstahl. Anders voriges Jahr in Lauf: Auf 700 Metern schoben die Arbeiter erstmals Kunststoffrohre in die alte Leitung.

Ein Verfahren, das nicht billiger ist, als wie üblich alles aufzugraben. Dafür verkürzt es Sperrungen und hat auch bautechnisch Vorteile. Der Nachteil ist der geringere Rohrdurchmesser, der an anderer Stelle durch größere Leitungen ausgeglichen werde, wie Willer erläutert. Zum Beispiel an der B 14 zwischen Faunberg und der Abzweigung Speikern. Dort läuft auf 1800 Metern gerade die nächste Neuverlegung. Sie geht dem kreuzungsfreien Ausbau der Bundesstraße voraus, für den gerade der Boden bereitet wird.

Aus dieser Annäherung ließe sich nun nicht ableiten, dass als nächstes Reichenschwand an der Reihe sei. Dort verläuft die Leitung ebenfalls entlang der B 14 durch den Ort. „Alles ist in der Planungsphase“, sagt Willer. Es müssten erst Gespräche mit der Gemeinde geführt werden. Dabei gilt es auch, die geeignete Methode festzulegen. Seit Lauf ist das Einziehen von Kunststoff durchaus eine Alternative. So weit ist die N-ergie aber noch nicht. Dieser Abschnitt werde erst „mittelfristig“ angepackt, also in „zwei bis fünf Jahren“.

Und dann? „Die Leitung ist ja nicht marode“, sagt Willer. Die Sanierung sei „auf Jahrzehnte“ angelegt. Die langfristige Planung erfolge schrittweise. Und es müsse auch nicht zwangsläufig ein Ort auf den nächsten folgen. Altensittenbach war ja auch schon dran: 2013 auf 50 Metern Länge. Und auch Bergstollen im oberen Pegnitztal sind bereits modernisiert worden.

N-Land Michael Scholz
Michael Scholz