Psorisol expandiert

Die Psorisol-Klinik (hier die idyllische Rückansicht) will auf der Hersbrucker Turnhalleninsel expandieren und dort ein neues Gebäude mit Funktionsräumen und Patientenzimmern errichten. Foto: J. Ruppert2011/03/5_2_1_2_20110311_AKTUELL.jpg

HERSBRUCK (jr) – „Ein positives Signal“ nannte Bürgermeister Robert Ilg die Absicht der Psorisol-Klinik. Das Hersbrucker Therapiezentrum möchte eine Erweiterung und erstmals beschäftigte sich der Bauausschuss des Stadtrates mit dem Thema. Weitere Punkte waren ein Lamborghini-Haus und ein Gebetsraum für eine islamische Gemeinschaft. Die Verlegung des Bushalts am Bahnhof rechts wurde vertagt.

Die Psorisol strebt offenbar die Errichtung eines weiteren Gebäudes im hinteren Teil der sogenannten Turnhalleninsel an. Landratsamt und Wasserwirtschaftsamt Nürnberg halten das Vorhaben dort im Bereich der dortigen Gärten für „denkbar“. Stadtoberhaupt und Stadträte beschlossen einstimmig die Aufstellung eines Bebauungsplanes im beschleunigten Verfahren. Die Kosten in Höhe von 30.000 Euro soll die Psorisol tragen.

Beim TV Hersbruck, der durch die Turnhalle unmittelbarer Nachbar der Klinik ist, hat das Expansionskonzept großes Interesse ausgelöst. Vorsitzender Egon Held und einige Mitglieder des Traditionsvereins verfolgten die Sitzung von den Zuhörerplätzen aus. Stadtrat Günther Langheinrich sagte deshalb, dass während des Planaufstellungsverfahrens Anlieger Einsprüche erheben können und noch Fragen des Straßenausbaus geprüft werden.

Im Dezember hatte der Bauausschuss die Bushaltestelle am Hersbrucker Bahnhof rechts während der abendlichen Stoßverkehrszeit angeschaut. Auslöser war eine Anregung von IGE-Chef Armin Götz gewesen. Der schlug vor die, die Busplätze um etwa 30 Meter nach Westen hin zu der dort breiteren Fahrbahn zu verschieben. Dies würde die manchmal chaotische Lage auf dem Bahnhofsvorplatz „entzerren“.

Stadtbaumeister Lothar Grimm legte einen Entwurf vor. Danach sollte die „raumprägende Linde“ erhalten bleiben, zwei Tannen und eine Kiefer entfernt werden und sieben Autostellflächen wegfallen. „Die Maßnahmen bringen ein Mehr an Sicherheit“, sagte Lothar Grimm. Die Kosten betragen 25.000 Euro. Vor der Verwirklichung müsste die Bahn zustimmen.

Der Bauausschuss schien dem Vorschlag folgen zu wollen. Manfred Kugler von der Busfirma Meidenbauer zeigte sich mit der Verlegung jedoch nicht glücklich. Seine Fahrer können bei der derzeitigen Lösung die Züge und die Fahrgäste in der Unterführung sehen. An der Linde wäre dies nicht mehr möglich. Robert Ilg will die Lage noch einmal prüfen und dann erst entscheiden. Die Stadträte folgten dem.

Franz Benaburger nutzte die Gelegenheit, um auf den wieder schlechten Zustand der Parkflächen hinter dem Bahnhof bis hin zu der Fackelmann-Halle hinzuweisen. Der Bürgermeister will die Bahnverantwortlichen darauf ansprechen, hat aber angesichts der mit einer Sanierung verbundenen Sicherungspflichten wenig Hoffnung auf Besserung.

Die Islamische Gemeinschaft Milli Görus – kurz IGMG – möchte von der Kirchgasse 6 in ein Gebäude hinter dem Gasthaus Plärrer umziehen. Dort sollen Gebetsraum, Unterrichtszimmer und Büro entstehen. Die Ziele der IGMG waren voriges Jahr anlässlich des Begegnungsfestes in Hersbruck Anlass zu Diskussionen. Deshalb hätte sich Norbert Dünkel mehr Informationen über das Projekt gewünscht. Letztlich wurde der Antrag aber von allen befürwortet.

„Lamborghini Living“, ein Ableger des berühmten Autobauers, will in Hersbruck ein Musterhaus errichten. „Eine interessante Architektur“, sagte Robert Ilg zu dem Vorhaben am Michelsberg. Ebenfalls grünes Licht erhielt ein Gesuch, in Ellenbach an der Ortsdurchfahrt zwei Häuser zu erstellen. Wesentlich filigraner als die früheren Pläne, sagte Norbert Dünkel, möchte aber eine weniger blockartige Gliederung im Frontbereich.

Die Kanalarbeiten in der Martin-Luther-Straße kosten rund 150.000 Euro. Bis Mitte Juni soll laut Lothar Grimm die unterirdische Sanierung beendet sein, dann kommt das Pflaster an die Reihe. Derzeit wird noch an der Kreuzung Martin-Luther-Straße zur Spitalgasse gewerkelt.

Der City-Park kann keine zweispurige Ausfahrt zur Amberger Straße erhalten, beantwortete der Stadtbaumeister eine Anfrage von Franz Benaburger aus einer Sitzung im letzten Jahr. Die Schleppradien der Lkws lassen dies nicht zu. Robert Ilg gab bekannt, dass der Hersbrucker Bauhof an der Happurger Straße in Kürze „gärtnerfreundlichere“ Öffnungszeiten bekommt: freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 15 Uhr.

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