Neuigkeiten über das Schnaittacher Freibad

„Chicken“ übernimmt die Badgaststätte

Die schwierige Freibadsaison 2020 ist vorbei, doch das Fazit der Schnaittacher fällt positiv aus. Und sie blicken schon mit Vorfreude ins nächste Jahr: Im Februar will Jürgen „Chicken“ Hähnlein die Badgaststätte übernehmen und dann auch die Terrasse (hinten im Bild) wieder öffnen. | Foto: Schuster2020/09/IMG_659312.jpg

SCHNAITTACH – Seit rund zwei Jahren ist die Badgaststätte in Schnaittach nicht mehr vermietet. Im Februar nächsten Jahres soll sich das ändern – und der neue Wirt ist für viele Schnaittacher ein alter Bekannter: Jürgen „Chicken“ Hähnlein, der bisher im Nebenberuf die Kultkneipe „Zum Bauernwirt“ in der Nürnberger Straße betreibt.

Sein Vermieter habe ihm in Aussicht gestellt, dass „in eineinhalb Jahren Schluss ist“, sagt Hähnlein im Gespräch mit der Pegnitz-Zeitung, da sei der Umzug nur logisch, zumal er im benachbarten Badsaal zuletzt regelmäßig Partys veranstaltet und andere Events organisiert hat, die „Location“ also gut kennt. Seit vier Monaten gebe es bereits Gespräche, nun sei alles unter Dach und Fach.

Umbau steht an

Die Gaststätte will er demnächst umbauen. Sie soll ausdrücklich als Kneipe betrieben werden, nicht als Restaurant, auch wenn es ein paar Speisen im Angebot geben wird, Pizza etwa oder Burger, „die Küche ist ja groß“. Und immer ab 18 Uhr will „Chicken“ die Badterrasse öffnen, damit Freibadgäste hier den Tag ausklingen lassen können.

Diese Nachricht sei „mit Applaus bedacht worden“, berichtet Jürgen Glassauer, der Vorsitzende des Fördervereins Freibad Schnaittach, von einem Treffen mit dem Marktgemeinderat am letzten Badetag der Saison, Freitag vergangener Woche. Viele Schnaittacher würden die Badterrasse nämlich vermissen.

„Starkes Signal an andere Kommunen“

Der Förderverein nutzte die Gelegenheit, um sich beim Marktgemeinderat zu bedanken. Dieser habe das Bad „in schwierigen Zeiten“ geöffnet. Der Einsatz des Bürgermeisters Frank Pitterlein (CSU) und die einstimmige Entscheidung des Gremiums Ende Mai seien ein „sehr starkes Signal an die anderen Kommunen im Landkreis“ gewesen. Die Öffnung von Freibädern sei während der Hochphase der Pandemie im Frühjahr in weite Ferne gerückt: „Es gab Sondersitzungen im Landratsamt, und manche Bürgermeister lehnten es ab, ihre Freibäder zu öffnen, obwohl das Kabinett einer Öffnung unter Auflagen zugestimmt hatte“, heißt es vom Förderverein. Deshalb sei die Entscheidung der Schnaittacher Räte „sicherlich nicht einfach“ gewesen.

Erfolgreiche Badesaison

Die Badegäste hätten „großes Verständnis für die bestehenden Einschränkungen bewiesen“. Trotz der Einschränkungen im Betrieb konnte Schnaittach in dieser Saison 27372 Besucher begrüßen. Fazit: „Diese stolze Zahl zeigt, dass es richtig war, den außerordentlichen Aufwand zum Betrieb des Freibades unter Corona-Bedingungen auf sich zu nehmen. Die Saison 2020 war eine Werbung nicht nur für das Freibad, sondern für den ganzen Markt Schnaittach.“

Das Schwabacher Unternehmen Bädercoach GmbH, das die Betriebsführung im Auftrag des Markts übernommen hat, habe „kompetente und motivierte Mitarbeiter“ vor Ort eingesetzt, so der Förderverein. Dabei hätten das Schwimmen in vorgegebenen Bahnen und der langgezogene Kreisverkehr zu erhöhtem Erklärungsbedarf geführt.
„Danke auch an die Wasserwacht, die am Wochenende wieder Dienst verrichtet hat und Schwimmkurse für Kinder durchführte,“ so Vorsitzender Glassauer.


Rückblick auf die Geschichte

Er hatte zu Beginn des Treffens mit dem Marktgemeinderat einen kurzen Rückblick auf die Geschichte der Einrichtung gegeben: 1936 war das Freibad als Julius-Streicher-Kampfbahn eröffnet worden.

Die größte Investition war 2009 die Erneuerung der ganzen Anlage. Die Bauzeit betrug fast zwei Jahre, die geschätzten Kosten verdoppelten sich – „das Ergebnis war jedoch ein Schmuckstück von einer Freibadanlage“.

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